Hecht – Bodden (Rügen)

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Ein spontaner Hechttrip an die Boddengewässer stand an! Traumhaftes Wetter inklusive!

Ort / Gewässer: Stralsund, Stralsund
Zielfisch: Hecht

Tag 1:

Die Hechtschonzeit war vorbei und der Bodden rief. Relativ kurzfristig starteten Jens und Benny in ein Wochenende, dass sich hoffentlich fischreich gestaltete. Die Hoffnungen sind immer groß bei solchen Trips, insbesondere durch die große Anzahl von starken Hechten in den nahrungsreichen Boddengewässern.

Jens bekam im Vorwege ein paar Tipps von Henner, der eine Woche vorher bereits erfolgreich am Strelasund und Kubitzer Bodden gefischt hatte.

Nachdem wir (Jens und Benny) uns Samstagmorgen um 4:00 Uhr in Reinfeld an der A1 trafen, konnte der Trip Richtung Hechtmamas starten. Nach einer sensationellen Fahrzeit von zwei Stunden und 15 Minuten kamen wir in einem kleinen Hafen in Stralsund an. Hafenmeister Norbert und sein Sohn und unser Angelfreund Rene begrüßten uns schon um diese frühe Uhrzeit. Nach einem kleinen Begrüßungsgespräch tackelten wir schnell das Boot auf und ballerten mit der Carnivore Richtung Spots.

Aus vorherigen Trips kannten wir schon ein paar heiße Ecken, so dass wir nicht lange suchen mussten. Die ersten Hechte waren auch schnell gefunden. Jens drillte als erster. Leider brauchte ich (Benny) zu langsam den Kescher zusammenzustecken. Ein Kopfschütteln und der Hecht war weg. Na ja, immerhin das Vorfach berührt. Der Fisch galt als gefangen. ;-)

Nach vielen Köderwechseln und einigen Fehlbissen, insbesondere bei Jens, konnte ich dann den ersten Fisch ins Boot bringen. Mit 90 cm Länge auch gleich ein guter Fisch und dabei auch noch mein Größter. Neuer PB.

Der Tag konnte gern so weitergehen.

Es stellte sich relativ schnell raus, dass die Fische in einem ziemlich begrenzten Bereich in Tiefen zwischen 3 und 5 Meter standen. Also immer wieder die Drift neu angesetzt und über die heißen Bereich driften lassen.

Das klappte wirklich gut. Zumindest bei mir. Jens hingegen konnte an dem Tag keinen Blumentopf gewinnen. Es blieb verdammt nochmal kein Fisch hängen.

Am Ende des Tages (gegen 13 Uhr) standen drei Hechte zu Buche. Wahrlich keine Glanzleistung, aber eine gute Durchschnittsgröße. Dem gegenüber standen jedoch unzählige Fehlattacken, die ausschließlich dafür sorgten, dass Jens fluchte und unsere Gummis stark in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Den Tag beendeten wir mit einem ausgiebigen Grillabend mit Hafenmeister Norbert, Rene und Familie. Um 21 Uhr fielen wir dann vollkommen erschöpft und Grillfleisch-geschwängert ins Bett.

 

Tag 2:

 

Der zweite Tag begann nach einer guten Nacht bereits um 4:30 Uhr. Das Wecken hätte ich mir durchaus zärtlicher gewünscht, aber Jens iPhone war da anderer Meinung. Es brüllte, was die kleinen Lautsprecher hergaben, irgendeinen nicht erkennbaren Mist aus sich heraus. Zumindest stand ich sofort hochkant. Katzenwäsche, Zähne putzen und ab zum Hafen.

Bengt hatte sich für diesen Tag angekündigt. Und er hielt was er versprach. Nach dem Hafengeburtstag direkt ins Auto und unterwegs noch schnell zwei Stündchen gepennt, stand er pünktlich um 5:00 Uhr am Hafen. Ruten ins Boot, Köderkisten verstaut und ab auf den Sund.

Ein herrliches Morgenrot begrüßte uns auf dem Wasser und absolute Windstille. Eine traumhafte Kulisse. Schon fast romantisch. Aber mit drei Männern im Boot, kann man nicht wirklich von Romantik sprechen.

Wir fuhren auf den Spot vom Vortag. Tja, was soll ich sagen. Es dauerte genau bis zum zweiten Wurf, dann waren die Knüppel von Jens und Bengt krumm. Ein super Doppeldrill von Hechten zwischen 70 und 85 cm. Der Tag begann schon einmal vielversprechend. Als Köder setzten wir, wie am Vortag, wieder voll auf Gummis zwischen 18 und 27 cm.

Die Größe war tatsächlich entscheidend. Kleinere Gummifische wurden knallhart ignoriert. Insbesondere waren die Gummis von Fox Rage, Savage Gear und Westin erfolgreich. Einige Wenige Hechte nahmen auch einen Kopyto in motoröl.

Jens und Bengt teilten sich die Aufmerksamkeit der Hechte in den ersten Stunden. Bei mir tat sich absolut nichts. Nicht mal ein Nachläufer oder Anfasser konnte ich verzeichnen. Na ja, irgendwann musste ja mal was beißen.

Erstmal rächte ich mich bei Jens, dass er sämtliche Fische wegfing. Beim Auswerfen traf ich Jens etwas unglücklich mit der Rolle am Kopf. Leicht schmerzverzerrt ging der Gute zu Boden. Zwar nicht ohnmächtig, aber es hatte schon ordentlich gescheppert. Nach dem wir keine Platzwunde feststellen konnten, fischten wir dann auch weiter. An dieser Stelle nochmal ein dickes SORRY.

Aber der kleine Unfall hatte keinerlei Auswirkungen auf die Bissverwertung. Jens machte Bengt und mich an diesem Tag echt lang.

Das Fischen war wirklich kurzweilig. Bei jeder Drift gab es zwischen drei bis vier Attacken. Teilweise knallharte Einschläge. Das machte richtig Laune.

Als Fisch des Tages konnte Bengt kurz vor Angelende noch einen 98er Hecht landen. Ein traumhafter Tag mit starken Fischen ging zu Ende. Am Schluss hatten wir knapp 20 Fische im Boot. Die Hälfte ging locker auf Jens‘ Konto. Sieben bei Bengt und drei Fische bei mir.

Das frühe Aufstehen hatte sich also gelohnt.

Gegen 13:00 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zum Hafen. Das Boot wurde aufgeräumt, wieder vollgetankt und geslippt. Nun geht es kommende Woche wieder den Stachelrittern im Hamburger Hafen an die Schuppen. Wir werden berichten.

Bis dahin wünschen wir Euch allen ein dickes Petri Heil.

 

P.S. Vielen Dank nochmal an die Familie Buchmann für die Gastfreundschaft. Es war schön bei Euch. Wir kommen gern wieder.

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