Aal, Zander & Wels vom Boot – Hamburg

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Ein Wochenende mit zwei Tagen Angeln stand an. Einen Tag sollte es auf Wels und Aal gehen und einen auf Zander. Die Fänge der letzten Tage waren zwar mäßig, aber alle Beteiligten waren heiß!

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Aal, Wels, Zander

Los ging es am Samstag früh um 5:00 Uhr. Wels und Aal stand auf dem Programm. Tauwürmer und Wattwürmer waren besorgt, und ein aussichtsreicher Platz für Wels war auch gefunden. Wir wollten es driftend mit Tauwurmbündeln und vom verankerten Boot mit Blinkern und Wobblern versuchen.

Am Spot angekommen war fast Niedrigwasser und wir beschlossen, erst einmal driftend mit Wurmbündeln unser Glück zu versuchen. Ein Wallerholz war auch noch besorgt worden und diverse Youtube Videos wurden vorher ausgiebig studiert. Also wie so oft: In der Theorie waren wir Profis, der Praxistest stand noch aus.

Der Trick beim Klopfen auf Waller ist, dass man träge Fische, die am Grund liegen, durch das Geräusch nach oben zu den im Mittelwasser bis unterem Drittel der Wassersäule angebotenen Ködern lockt. Die Ködermontage ist dabei recht simpel, einfach ca. 15 Tauwürmer auf einen großen Haken stecken, ein 100 gr Blei ca. 1.5 m davor, evtl. noch einen Gummikraken auf das Blei als Tarnung und zusätzlichen Lockreiz, und los kann es gehen.

Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit klang das Klopfgeräusch auch schon sehr nach dem Geräusch aus den studierten Videos. Wir hatten die zweite Drift angesetzt, als auf dem Echolot im Mittelwasser interessante Sicheln zu sehen waren. Bei der dritten Drift gab es dann bei Andi den ersten Biss. Leider blieb der Fisch nicht hängen, aber man konnte auf dem Echolot genau sehen, wie der Waller sich vom Grund gelöst hatte und Richtung Köder geschwommen ist.

Leider blieb es bei diesem einen Kontakt und auch bei dem anschließenden Wurfangeln passierte nicht mehr viel… Gegen Mittag wurde daher dann beschlossen, auf Aal umzurüsten.

Nachdem die ersten Ruten mit Watt- und Tauwürmern ausgelegt waren, bekam Jens auch schon den ersten Biss… Leider nicht der Zielfisch sondern ein Brassen… Und es wurde noch schlimmer: Es stellte sich ziemlich schnell raus, dass eine ganze Menge Krebse unterwegs waren. Die Haken waren im besten Fall nach drei Minuten blank, im schlimmsten Fall war der Haken gleich ganz weg… Auch ein Platzwechsel brachte leider keine Besserung. Also wurden am frühen Nachmittag die Segel gestrichen, am nächsten Tag ging es ja auch noch los.

Am nächsten Morgen war Treffen um 6:00 Uhr. Heute sollte es auf Zander gehen. Die Temperaturen waren in der Nacht ziemlich abgesackt, und unsere Befürchtung, dass sich dies auf die Beißlaune der Zander auswirken könnte, sollte sich leider bestätigen.

Da bei den letzten Touren, die besseren Zander immer auf Köderfisch am Fireball-System gebissen hatten, wollten die beiden es diesmal ausgiebig mit diesem System fischen. Freitagabend waren extra noch frische Köderfische gestippt worden.

Aber egal was probiert wurde, es sollte an diesem Tag nicht sein. Außer Miesmuscheln, die Jens an einem Spot mehrere Male sauber haken konnte, ging nicht viel. Weder das gezielte Beangeln von einzelnen Spots, noch das Abdriften von Kanten und Steinpackungen führte zum Erfolg. Als gegen Mittag dicke Regenwolken aufzogen, beschlossen wir nach nur vier Bissen und keinem einzigen gelandeten Fisch, den Tag abzubrechen…

Fazit des Wochenendes: Nicht jeder Tag ist Fangtag, aber genau das macht Angeln ja so spannend! Wir greifen wieder an!

Tight Lines

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