Barsch & Hecht vom Boot – Bodden (Rügen)

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Großhecht hieß das Ziel für dieses Wochenende. Und neben Pleiten, Pech und Pannen konnten wir tatsächlich den magischen Meter knacken.

Ort / Gewässer: Rügen, Bodden
Zielfisch: Barsch, Hecht

Tag 1

 

Mit zwei Autos ging es in Hamburg los. Geplant für Andi und Jens war ein viereinhalb Tage Hecht-Trip. Dienstagmittag war die geplante Abreise… Martin hatte leider keinen Urlaub bekommen und musste am Sonntagabend wieder los. Gegen 8:30 Uhr waren wir auf dem Wasser und fuhren den Hechten entgegen. An einer Kante zum Fahrwasser wurden wir fündig. Schöne Sicheln auf dem Echolot verrieten große Fische. Schnell konnte Martin seinen ersten Hecht überhaupt drillen. Ein gelb-grüner Shaker hatte den Hecht überzeugt. Der Anfang war gemacht. Martin hatte den Bogen raus und legte schnell noch zwei Fische in ähnlicher Größe um die 70 cm nach.

Dann war Jens an der Reihe. Seinen Gummifisch in der Farbe „Boddensau“ wurde vehement genommen und der Anschlag ging wie gegen eine Wand. Der Fisch nahm schnell einige Meter Schnur, aber Jens konnte ihn mit seinem kräftigen Gerät zügig nach oben drillen. Nach einigen Minuten war der Fisch sicher im Kescher. Der 23er Kopyto war vollkommen im Schlund des Fisches verschwunden. Trotzdem konnten wir den Haken zum Glück zügig lösen. Das Maßband zeigte 1.09 m an. Ein neuer Personal Best für Jens. Ein großartiger Auftakt!!!!

Dann war Mittagszeit und die Hechte wollten nicht mehr. Wir fuhren noch einen anderen Spot an, aber auch da ging nichts. Auch ein kurzer Versuch auf Barsch blieb erfolglos. Wir angelten aber tapfer weiter und gegen 16:30 Uhr konnte Andi seinen ersten Fisch des Tages in die Kamera halten.

Martin hatte auch wieder einen Fisch landen können. Beim Hakenlösen schüttelte sich der Fisch noch einmal und schon war´s passiert: Der Jighaken hatte sich in seine Hand gebohrt. Der Hecht schüttelte sich gleich noch mal, und schon war der Jighaken wieder draußen. Der Haken war fast gerade gebogen. Martin ertrug es außerordentlich tapfer. Kurz in Salzwasser tunken, abwischen und weiterangeln! Respekt an dieser Stelle!!!!

Mit sinkender Sonne kam immer mehr Bewegung in die Fische und die Bissfrequenz nahm immer weiter zu. Die Köderfarbe oder Art spielte überhaupt keine Rolle. In Tiefen von 3 - 5 m konnten wir noch einige schöne Fische fangen.

Gegen 19:00 Uhr beendeten wir den ersten Tag. Um die 15 Fische konnten wir fangen, einige Aussteiger und Nachläufer gab es auch noch…

Tag 2

Früh ging es wieder auf´s Wasser. Wir waren nach dem gestrigen Erfolg natürlich heiß. Schnell hatten wir die Fische beim Driften wieder gefunden und konnten einige schöne Fische in Längen bis 80 cm in die Kamera halten. Wir hatten uns am gestrigen Abend noch einige Lauben im Hafen gefangen, da wir eine tote Rute mit Köderfisch dicht am Boot fischen wollten. Wir hatten die Hoffnung, vielleicht den einen oder anderen Nachläufer auf Kunstköder so noch überzeugen zu können. Und siehe da, es dauerte gar nicht lange, da ertönte der Freilauf der Rolle. Ein Fisch in den 60ern hatte sich die Laube schmecken lassen. Der Trick funktioniert also. Im Laufe des Tages konnten wir so einige Bonusfische landen.

Wie auch schon am ersten Tag, gab es ausschließlich Bisse auf Gummiköder. Wobbler wurden komplett ignoriert

Gegen Mittag war wie bereits am Vortag Beissflaute. Wir ankerten an einer Rinne und versuchten ein paar Barsche an den Haken zu bekommen. Auf Tauwurm und Dropshot konnten wir einige der gestreiften Räuber ans Band bekommen, leider aber nur aus der Kinderstube. Martin probierte es mit Tauwurm an der Dropshotmontage. Auf einmal war die Rute krumm. Eine schöne Flunder hatte gefallen an dem Wurm gefunden. Wieder ein Beweis für die Artenvielfalt der Boddengewässer.

Gegen Nachmittag kam wieder Bewegung in die Hechte. Die Bissfrequenz war zwar lange nicht so hoch wie am Vortag, aber wir konnten noch einige Fische überlisten. Entschädigt wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang.

Gegen 19:00 Uhr beendeten wir den Tag. Andi machte uns ein wenig Sorgen, der ziemliche Rückenschmerzen hatte. Also noch schnell was essen und dann ins Bett.

Tag 3

Der Wecker klingelte wieder früh um 6:00 Uhr. Martin machte sich auf den Rückweg Richtung Heimat, da er leider am Montag und Dienstag keinen Urlaub bekommen hatte. Andi und Jens wollten eigentlich noch zwei Tage bleiben, aber Andi´s Rücken wollte nicht mehr mitmachen. Geschmeidig wie eine Raubkatze – oder wie das Tier mit dem Rüssel heißt – bewegte er sich in leicht gebückter Haltung mehr oder weniger vorwärts. Die Entscheidung nach Hause zu fahren fiel recht schnell. Angeln soll schließlich Spaß machen. Noch kurz eine Schmerztablette eingeworfen und das Boot geslippt, schon ging es Richtung Hamburg. Aber leider hatten wir die Rechnung ohne den Rückreiseverkehr vom langen Wochenende gemacht. Als wir endlich in Hamburg waren, zeigte der Bordcomputer eine Fahrtzeit von 7:26 Stunden.

Ein ereignisreiches Wochenende mit dem erhofften Großfisch ging leider viel zu schnell zu Ende.

Tight Lines

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