Schleppen & Heringsangeln – Möltenort

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Die Kieler Förde war wieder das Ziel. Die Heringe waren beißwillig, die Kinderstube der Dorsche auch. Die Meerforellen waren leider ein wenig zickig.

Ort / Gewässer: Möltenort (Kieler Förde), Ostsee
Zielfisch: Dorsch, Meerforelle, Hering

Tag 1

Da das Boot über Nacht im Hafen von Möltenort blieb und das daher abends ein bis zwei Stunden Zeitersparnis bedeutete, war Treffen um 6:30 Uhr – also für unsere Verhältnisse schon fast Ausschlafen. Gegen 8:00 Uhr ging es für Jens und Bengt von der Raubfisch Crew Nord bei Nieselregen und Nebel Richtung Fisch. Als erstes stand Schleppfischen auf dem Plan. Sechs Sideplaner und zwei Diverruten wurden bei einer Wassertiefe von 6 m mit Rhino Trout Killern und Apex Blinkern ausgelegt.

Es zeigte sich schnell, dass die Dorsche in Beißlaune waren. Doppeldrills waren keine Seltenheit. Die Köderfarbe spielte keine Rolle und auch die Lauftiefe des Köders war weniger wichtig. Leider ließ die Fischgröße noch etwas zu wünschen übrig. Daher versuchten wir es im Tieferen. Bei 8 m kam dann der erste vernünftige Fisch ins Boot. Wir waren es ja auch von den vorherigen Touren gewohnt, dass die Dorsche vollgefressen waren und auch gleich frisch Gefressenes ausspuckten. Diverse Krebse, Tobiasfische und Heringe waren auch heute schon im Boot gelandet. Dieser Dorsch spuckte aber kurioserweise einen Gummifischschwanz aus. Da hatte wohl ein anderer Angler einen Fehlbiss!

Da die erhoffte Meerforelle ausblieb und die größeren Dorsche auch nicht wirklich wollten, wechselten wir am frühen Nachmittag auf Hering. Am Falkensteiner Leuchtturm waren die Schwärme schnell in Tiefen von 15 - 17 m gefunden. Es ging zwar etwas schleppend los, aber gegen Nachmittag wurde die Fischerei immer besser. Vor allem die Größe der Heringe war beachtlich. Eigentlich wollten wir auch ein paar als Köderfische für Lachs und Meerforelle einfrieren, aber die meisten waren deutlich zu groß. Als Köderfische hätten viele kleine Dorsche perfekt gepasst, die sich am Heringspaternoster vergriffen. Aber die setzten wir schnell wieder in ihr Element zurück, in der Hoffnung, dass der Dorschbestand sich in der Ostsee langsam erholt.

Gegen 17:30 Uhr beendeten wir diesen Tag. Ca. 75 Heringe und drei Dorsche wollten noch versorgt werden. Bis auf das Wetter wieder ein erfolgreicher Tag, auch wenn die Meerforellen und größeren Dorsche heute nicht so richtig wollten. Nach einer Stunde Fische ausnehmen und Heringsschuppen aus dem Boot pulen, ging es dann gegen 18:30 Uhr zurück Richtung Hamburg.

Tag 2

Am zweiten Tag war Treffen um 5:30 Uhr. Heute bekamen Bengt und Jens noch zusätzliche Unterstützung von Benny. Die Tagesplanung war ähnlich wie am Vortag, erstmal Schleppen auf Dorsch und Meerforelle und später noch mal zum Abschluss auf Hering. Da das Boot bereits im Wasser lag, waren wir schon gegen 7 Uhr auf dem Wasser. Die ersten Dorsche ließen nicht lange auf sich warten – leider zuerst wieder nur die Kinderstube. Aber im Laufe des Vormittages schnappten sich auch immer wieder bessere Fische die Rhino- und Apex-Blinker. Da von Sonne nicht viel zu sehen war und es auch immer wieder regnete setzten wir verstärkt auf auffälligere Köderfarben. Eine Spinnrute hatten wir auch mit einem Rapala Taildancer in der Farbe Firetiger bestückt. Eine gute Wahl, viele Dorsche ließen sich den Wobbler schmecken und lieferten am leichten Gerät einen tollen Drill.

Gegen Mittag wurde Kriegsrat gehalten. Da auch heute noch keine Meerforelle zu überlisten war, stellte sich die Frage, der weiteren Tagesgestaltung: Weiter Schleppen oder auf Hering wechseln? Dann waren aber plötzlich zwei Knarren zu hören. Benny konnte einen guten Dorsch landen und Bengt die erste Meerforelle des Tages, die sich einen Rhino Trout Killer in gelb mit roten Punkten schmecken ließ. Der Tag war also gerettet. Daher beschlossen wir, noch mal das andere Silber der Kieler Förde zu ärgern. Am Falkensteiner Leuchtturm waren die Schwärme auch schnell wieder gefunden.

Die Fischkiste füllte sich schnell, da die Heringe in Beißlaune waren. Auch wenn die Durchschnittsgröße nicht so hoch wie am vorherigen Tag war, landeten viele schöne Fische im Boot. Benny übernahm die heldenhafte Aufgabe, Heringe auszunehmen während Bengt und Jens weiterangeln durften.

Gegen 15:00 Uhr ging es dann Richtung Hafen. Wir hatten schöne Fische gefangen und Regen und Wind nerven irgendwann auch bei den besten Klamotten. Fünf schöne Dorsche, eine Meerforelle und ca. 40 Heringe konnten wir erbeuten.

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