Waller vom Boot – Hamburg

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Wir hatten von vielen Welsfängen gehört und wollten unser Glück auch mal versuchen. Und jetzt haben wir neben dem Rapfen eine weitere Sommeralternative zu den Stachelrittern mit Suchtpotential!!!

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Wels

Bengt, Benny und Jens wollten es nach diversen Wels-Fangmeldungen der letzten Wochen auch endlich mal gezielt auf Wels probieren. Auf dem Hinweg nahmen wir noch einen Spot mit und versuchten noch ein paar Barsche ans Band zu bekommen. So richtig ergiebig war das allerdings nicht. Drei Zander konnten wir überreden. Benny hatte den einzigen zählbaren Fisch von Anfang 60 cm.

Was allerdings an dem Spot lustig war, es sprangen Forellen. Zuerst dachten wir, dass wir uns täuschen. Aber dies war nach diversen weiteren Sichtungen schnell verworfen. Tatsächlich Forellen. Wo die wohl wieder abgehauen sind. Wir werden es wohl nicht erfahren...

Als das Wasser wieder begann aufzulaufen, fuhren wir Richtung Wels. Wir wollten es zunächst mit Gummioktopussen und Tauwurmbündeln versuchen. Die ersten Driften brachten zwar immer mal einen Kontakt, aber ob das tatsächlich Welsbisse waren, konnten wir nicht festmachen. Jetzt kommt diese typische Anglergeschichte, wie man sie eigentlich nicht mehr hören und lesen mag. Benny hatte plötzlich einen unsagbar heftigen Widerstand am anderen Ende. Seines Erachtens ein klarer Hänger. Alles ziehen und zerren brachte zunächst nichts. Dann flog ihm die Montage um die Ohren. Die Würmer waren zerkaut. Ein Zeichen für einen Welsbiss?!?!? Benny blieb bei der Hängertheorie. Jens lachte und meinte: "Klar, ein Hänger bei 4,5 m im Mittelwasser!" Also doch ein Wels??? Wir werden es nicht mehr erfahren.

Weitere Versuche mit Würmern und Wallerholz blieben erfolglos. Also griffen wir zu den Spinnruten und warfen große Blinker, in der Hoffnung den einen oder anderen Wels zu erwischen. Je später der Abend, desto mehr kochte das Wasser. Welse überall... und sowas in der Elbe. Endlich war dann auch die erste Rute krumm. Benny hatte direkt nach dem Auftreffen des Köders einen heftigen Biss bekommen. Er merkte sofort die kräftigen Schwanzschläge in das Vorfach. Yes!!! Sein erster Wels. Nach kurzem aber heftigem Drill kescherte Bengt den knapp 92 cm langen Fisch. Ein toller Tag...

Nach ein paar Fotos glitt der schleimige Geselle leider aus der Hand und landete wieder in der Elbe...

Jetzt gab es Biss auf Biss. Jens hatte bereits drei Fische kurz im Drill, diese stiegen aber schnell wieder aus. Doch dann, endlich blieb ein Fisch hängen. Ein kleiner Wels von knapp 70 cm kam an die Oberfläche. Und auch dieser Fisch glitt wieder ins Wasser nach dem Fototermin. Die sind aber auch schleimig. ;-)

Was machte eigentlich Bengt? Der warf und warf und warf und warf. Aber so richtig Glück hatte er dabei nicht. Kein Fisch ließ sich blicken. Kopf hoch, nächstes Mal bleibt einer hängen.

Benny machte noch einen sehr überraschenden Fang auf einen großen Welsblinker. Ein Zander von knapp 35 cm schnappte sich den Blinker an der Wasseroberfläche. Verkehrte Welt... aber gut, warum eigentlich nicht.

Dann beendeten wir unseren ersten Carnivore-Welsabend. Mit Erfolg. Aber da geht noch mehr. Stay tuned.

Um kurz nach 23 Uhr waren wir dann zurück im Heimathafen. Jens und Bengt mussten ins Bett. Am nächsten Tag sollte es noch auf Zander gehen.

Tight Lines

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Sicherheit
 


Kommentar von Olli |

Hey Männers, da hattet ihr ja einen wirklich aussergewöhnlichen Tag! Glückwunsch und digges Petri zu den Schleimbeuteln....
Und springende Forellen in der Elbe??!?! Ts, ts, ts....