Zander vom Boot – Hamburg

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Es wurden große Fische in den letzten Wochen gefangen, weshalb natürlich alle heiß auf eine richtige „Kirsche“ waren… Damit hat es zwar nicht geklappt, klasse war der Tag trotzdem!

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander

Diesmal war es eine besonders harte Aufgabe. Erst abends Benny´s Geburtstag feiern und dann am nächsten Morgen auch noch früh aufstehen! Aber wer feiern kann, kann auch angeln gehen! Also war um 5:30 Uhr treffen im Hafen Oortkaten angesagt.

Der Nebel war diesmal immerhin nicht so schlimm wie beim letzten Mal und daher ging es zügig Richtung Hamburger Hafen.

Köderfische hatten wir aufgrund der Wettervorhersage mit Temperaturen um die 30 Grad lieber nicht eingepackt. Daher wurde es ein reiner „Gummi-Tag“Benny startete mit einem Low Action Köder (der mit Abstand hässlichste Köder an Bord, der  Name ist leider nicht bekannt) rasant. Keine Minute brauchte er, um den ersten Fisch zu präsentieren. Und auch Nummer zwei dauerte nicht lange… Aber auch Andi und Mirco konnten schnell die ersten Fische fangen. Jens fing auch viele Fische – allerdings nur fast… Viele Fehlbisse und Aussteiger während des Drills zehrten an seinen Nerven.

Der erste Spot war ausgefischt und es ging weiter zum nächsten. Benny, Andi und Mirco fingen wieder Fische, Jens wieder nur fast! Also gönnte er sich erst mal einen Schluck „Bissbeschleuniger“ – quasi Doping im erlaubten Bereich!

Wir wollten heute noch einige neue Spots testen, die wir vorher noch nie befischt hatten und machten daher ordentlich Strecke. Aber es lohnte sich. An einem noch nie befischten Platz konnten Andi und Benny schnell zwei Zander fangen. Benny´s Landung gelang allerdings nur noch mit halber Rute. Beim Anhieb gab es einen lauten „Knack“ und die ABU Garcia Rocksweeper Nano war mittig gebrochen (schon die zweite Rocksweeper, die an dieser Stelle bricht). Für einen Stecken in der Preisklasse nicht gerade die beste Werbung… Der Drill per Hand gelang trotzdem und wenn auch etwas zerknirscht, konnte Benny wieder einen Fisch in die Kamera halten. Jens drillte an dem Platz kurze Zeit später einen kleineren Hecht, den er auch wieder nur fast fangen konnte. Ein Kopfschütteln an der Oberfläche und der Stinger schlitzte aus…

Gegen Mittag hatten sich der Nebel und die Wolken verzogen und die Sonne kam heraus. Und damit stiegen auch die Temperaturen rasant. War es morgens noch eher frisch, hieß es jetzt schwitzen. Einem schien die Sonne aber zu bekommen: Jens konnte endlich seinen ersten Fisch vorzeigen. Und legte auch schnell noch mit einem Barsch nach.

Mirco hatte für die Tagesverpflegung gesorgt und präsentierte in der größten Tageshitze gefrorene Honigmelone am Spieß! Dazu noch die ein oder andere eiskalte Fassbrause… Keine Frage, dass er sofort zum Obersmutje ernannt wurde!

Dann wurde der letzte Spot des Tages angesteuert. Noch mal kurz konzentrieren und schon war Jens Rute krumm. Diesmal auch deutlich krummer als bei den Fischen bisher. Nach kurzem Drill kam ein schöner Zander in den 60ern zum Vorschein. Kein Riese aber der größte des heutigen Tages und immerhin ein versöhnlicher Abschluss für Jens Fehlbissorgie!

Im Gegensatz zum letzten Trip kamen die Bisse nicht nur morgens, sondern über den ganzen Tag verteilt. Wir fischten viele Kanten ab, um Strecke zu machen. Immer in der Hoffnung, auf einen Trupp hungriger Stachelritter zu treffen. Dies gelang auch, da wir auf den Driften nach längeren Pausen immer wieder gebündelt Bisse bekamen. Bei einigen Bissen waren wir uns aber nicht sicher, was sich da unten am Köder zu schaffen machte… Ganz vorsichtige Zuppelbisse ließen schon fast auf Plattfische schließen und damit kam die Idee auf, es doch mal gezielt vom Boot aus auf die Elb-Platten zu probieren. Wir fanden die Idee spannend und werden das sicher mal ausprobieren.

Als Köder kam an diesem Tag so ziemlich alles zum Einsatz. Ein wirklicher Top-Köder kristallisierte sich dabei ebenso wenig heraus wie eine einzelne Top-Farbe.

Gegen 16:00 Uhr zeigte der Ticker 18 Fische an und wir hatten genug Sonne abbekommen und machten uns wieder auf den Rückweg Richtung Oortkaten. Boot rausslippen und den Weg vorbei an hunderten Badegästen Richtung Stellplatz gebahnt. Dann noch ein kühles Alsterwasser genehmigt und ein auch ohne „Kirsche“ traumhafter Angeltag ging leider viel zu schnell zu Ende…

Stay tuned und tight lines

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Sicherheit
 


Kommentar von Baltic-Fishing |

Schön schön, Männers! Ein freundschaftliches Petri aus Hamburgs Westen :-)