Zander vom Boot – Hamburg

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Nach einigen Urlaubswochen ohne Angeln ging es mal wieder auf die Elbe den Zandern entgegen. Der Trip sollte so einige Überraschungen bereithalten.

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander

Am Freitag haben sich Jens und Andreas zu einem kleinen spontan Angeltrip nach der Arbeit getroffen. Da am nächsten Tag eine weitere Tour anstand, war es von Vorteil, dass unser Boot schon im Wasser lag. Jens und Andreas unternahmen einige Tests mit neuen Ködern und Methoden, um der Vertikalangelei ein wenig Abwechslung einzuhauchen.

Leider spielten die Fische nicht so sehr mit wie gewünscht. Einige kleinere Zander und zwei schöne Rapfen landeten im Boot. Nach drei Stunden war die Tour auch schon vorbei.

 

Ein paar Stunden später war am Samstag um 5:30 Uhr Treffen bei Jens in Niendorf. Diesmal hatten wir hochrangigen Besuch an Bord der Carnivore zu erwarten. Jens` Schwiegervater in spe Peter und sein Sohn Sebastian waren neben Benny und Jens die Besatzung des Tages. Da die beiden noch nie das Vertikalangeln ausprobiert hatten, gab es im Vorfeld im Hafen Oortkaten eine kleine Einführung in das Tackle und die Köder. Anschließend fuhren wir mit Vollspeed den Zandern entgegen.

Der Anfang lief sehr, sehr schleppend. Es gab ein paar zaghafte Bisse auf unsere Gummis, aber dabei blieb es auch zunächst. Also war Strecke machen angesagt…

Neben Strecke machen gab es an diesem Tag noch ein großes Thema: DAS WETTER!!! Keine zwei Stunden auf dem Wasser und schon nen nassen Ar…! Jens hatte rechtzeitig sein Regenzeug gefunden und war der einzige in der Runde, der einigermaßen trocken blieb. Aber das Wetter wurde besser und das Beißverhalten der stacheligen Kameraden auch.

Sebastian und Peter legten an an einer Spundwand direkt los wie die Feuerwehr. Die ersten zwei Zander mit guter Durchschnittsgröße konnten der Elbe entlockt werden. Der Köder des Tages war der Lieblingsköder in der Farbe “Wasabi“. Wir fuhren ausschließlich mit dem Minn Kota Bugmotor mit iPilot-Funktion. Der Heck-E-Motor hatte mal einen Tag Pause verdient.

Jens fischte fast durchgängig die neuen Balzer Shirazu Gummiköder. Zu Beginn des Tages blieben mit diesen Ködern jedoch die Bisse noch aus. Benny, der im Bug mit Sebastian Platz nahm, hatte auf den DAM Longhorn Shad in braun-orange einige Bisse. Leider verlor er gleich zwei Fische kurz vorm Kescher. Nach einigen Metern weiterer Drift konnte aber auch Benny den ersten Zander zum "Landgang" überreden. Jens bekam auch einen richtigen Einschlag. Leider verabschiedete sich der Fisch nach dem ersten Kopfstoß. Das war wohl leider anhand der Rutenkrümmung gemessen ein besserer Fisch...

Im Übrigen, unsere zwei Gäste an Board machten ihre Sache wirklich mehr als anständig und waren hochkonzentriert bei der Sache. Sogar die Fehlbisse wurden schon mit einem entsprechenden Schei…e-Ausruf quittiert. Also Männer, weiter so. Sebastian und Peter waren es auch, die weitere Fische ins Boot brachten.

Nachdem das Wasser wieder begann aufzulaufen, war an dem Spot plötzlich Feierabend. In dem Bereich konnten wir dann leider auch keine weiteren Fische mehr fangen. Also stand ein Platzwechsel an. An einer Hafeneinfahrt, die den Fischen Strömungsschutz vor dem heftig auflaufenden Wasser bot, konnte Sebastian den nächsten Zander überlisten. Nach einigen weiteren Bissen, die aber nicht hängen bleiben wollten, ging es weiter.

Ach ja, was war eigentlich mit Jens. Der war ja auch noch da. Nachdem der neue Balzer Shirazu Testköder in Stint-blau bisher nicht einen Biss brachte, hatte Jens endlich die richtige Köderfarbe gefunden. Ein Suki Schwimmer in schwarz mit Glitzer brachte ihm den ersten Fisch. Auch wenn dieser leider aus dem Kindergarten war, war die Freude bei ihm groß. Auch Zander Nummer zwei ließ nicht lange auf sich warten. Jens Einstellung, dass Köderfarben in der Elbe eine eher untergeordnete Rolle spielen, muss nach dem heutigen Tag definitiv überarbeitet werden.

Der Wind blies immer heftiger, was das Fischen nicht unbedingt einfacher machte... Also beschlossen wir, einen Spot anzufahren, der wenigstens etwas Windschutz versprach.

Am nächsten Platz bekam Jens einen heftiger Einschlag und die Sword Custom Vertikalrute war so was von krumm. Jedoch waren die Fluchten sehr untypisch für einen Zander. Sollte es vielleicht ein richtig kapitales Exemplar sein??? Überraschung, es war eine Brasse, die sich den 16 cm Nories Spoon Tail Shad volles Pfund hat schmecken lassen. Aufgrund der erheblichen Schleimbildung wurde der Fisch gleich außenbords abgehakt und zurück in sein Element gelassen. Jens´ nächster Fisch bewies dann aber, dass der Nories Spoon Tail Shad auch Zander fängt.

Unter anderem konnte Sebastian einen wunderschönen und kugelrunden 35er Barsch fangen. Natürlich wieder auf WASABI

Am Ende bleibt zu sagen, dass es trotz des schwierigen Beginns ein richtig anständiger Angeltag wurde. Wir haben 12 Zander gefangen, wobei nur einer untermaßig war. Der Rest bewegte sich zwischen 50 und 60 cm. Dazu noch ein schöner Barsch und ein dicker Brassen. Benny konnte dann quasi mit dem letzten Wurf des Tages noch einen kleinen Rapfen auf Wobbler überlisten.

Es hätten noch einige Fische mehr werden können, wenn wir nicht viele Zander kurz vor dem Kescher verloren hätten. Sebastian und Peter machten auch einen zufriedenen Eindruck und sind schon heiß auf die Großzander zum Jahresende. Jens hat seine Prüfung als Schwiegersohn einigermaßen bestanden, auch wenn Benny die ganze Zeit das Boot mit dem E-Motor an die “heißen Stellen“ manövrierte. ;-)

Ach ja, Abschlussfazit von Benny: “Die Boxershorts waren um 15 Uhr dann auch endlich wieder trocken!“

Somit an alle ein dickes Petri Heil und tight lines. Wer Spaß und Freude beim Lesen des Beitrages hatte, darf diesen gern liken oder teilen.

Euer Team Carnivore-Fishing

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