Waller vom Boot – Hamburg

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Die Welsfänge hatten uns ziemlich angefixt. Also sollte es wieder zwei Tage auf die urigen Fische gehen. Aber leider hat uns da die Realität aus den Träumen gerissen!

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Wels, Zander

Wir hatten uns fest vorgenommen, den Meter in der Elbe endlich zu knacken. Tauwürmer waren besorgt und die Haken der Kunstköder geschärft. Da wir bis in die Abendstunden fischen wollten, ging es für unsere Verhältnisse spät auf´s Wasser. Aber gegen 10:30 Uhr waren Benny und Jens dann endlich soweit. Ein paar Würfe wollten wir trotzdem noch auf Zander riskieren. Die Wassertemperaturen waren im Vergleich zum Wochenbeginn auf schon fast kühle 22 Grad gesunken. Also waren wir vorsichtiger Hoffnung, dass da wieder was gehen sollte.

Am ersten Spot angekommen war Benny´s Rute auch schnell krumm. Ein schöner Stachelritter hatten seinen Gummi inhaliert und lieferte einen tollen Drill. Von Trägheit also keine Spur mehr. Benny legte auch gleich Fisch Nr. 2 auf die Schuppen. Und auch Nr. 3 ließ nicht lange auf sich warten. Jens war noch nicht so richtig wach oder noch leicht von der Knoblauchfahne der Hamburger Stinte von Vögler´s Angelshop benebelt. Aber den „Duft“ nahm er gern in Kauf, sind die Gummis doch seine neuen Lieblingsköder. Dann war auch endlich seine Rute krumm, und der Tag war auch für Jens entschneidert.

Aufgrund des Wasserwechsels entschieden wir uns zu einem Spotwechsel. Wir hatten allerdings nicht bedacht, dass dort der Landschutz fehlte. Bei böigem Wind der Stärke 7 war an kontrolliertes Fischen nicht zu denken. Also wieder zurück zum ersten Spot. Hier konnte Jens auch mit dem ersten Wurf einen Zander von Ende 50 cm verhaften.

Andi hatte zwischenzeitlich auch Feierabend und wollte eingesammelt werden. Also E-Motor hoch und Hebel auf den Tisch legen. Nachdem Andi eingesammelt war, wollten wir es gezielt auf Wels probieren. Dicke Tauwurmbündel warteten im Mittelwasser und Grundnähe auf einen Abnehmer. Es dauerte auch gar nicht lange, da hatte Benny einen schönen Biss. Aber wie so oft: Der Fisch hing nicht. Da haben wir noch viel Fehlersuche vor uns, die Bissausbeute bei Waller ist derzeit nämlich noch eine echte Katastrophe!!! Dann wurde es ruhiger. Wir beschlossen noch mal einen Abstecher auf die Glasaugen zu machen, aber auch die wollten nicht mehr.

Gegen Nachmittag stand Spinnfischen auf Wels auf dem Programm. Natürlich wurden auch Tauwurmbündel als Bonusruten ausgelegt. Aber es tat sich nicht viel. Nachdem Jens sich mit einem „Bissbeschleuniger“ wieder munter gemacht hatte, tauchte endlich eine Pose ab. Der Fisch nahm auch sofort Schnur. Aber wie sollte es auch anders sein: Bevor Jens an der Rute war, kam die Pose auch schon wieder hoch… Wieder ein Fehlbiss. Wie können so große Fische nur so vorsichtig sein…

Danach tat sich nichts mehr. Wir hatten unsere Chance, heute waren die Fische Sieger!

Am nächsten Tag ging es für Bengt, Mirco und Jens noch mal auf Wels. Um es kurz zu machen: Es gab wieder einen schönen Biss auf Tauwurmbündel. Diesmal fehlten bis auf einen kleinen Fetzen alle Würmer. Warum der 3/0er Gamakatsu Einzelhaken nicht fasste, ist uns ein Rätsel. Wir haben jetzt alles probiert. Lange und kurze Vorfächer, Einzelhaken, Einzelhaken mit Drilling als Stinger… Es ist noch kein Wels auf Tauwurm hängen geblieben… Wer also Tipps hat, wir wären wirklich dankbar!

Kurz darauf durften wir einen tollen Drill auf einem Nachbarboot verfolgen. Wolfgang und Benny von der Raubfischcrew Nord waren erfolgreich! Petri an dieser Stelle noch mal zu dem 1,17 m Waller!!!!

Bei uns war es das dann auch mit Welskontakten. Mirco entschneiderte sich immerhin mit zwei schönen Zandern auf Wobbler. Bengt und Jens kauten aber Zitronen. Heute waren die Fische also wieder Sieger!!!

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