Hornhecht, Dorsch & Plattfisch – Neustadt in Holstein

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Pleiten, Pech und Pannen. So lässt sich der Tag ganz gut zusammenfassen. Aber ein paar Fische konnten wir trotzdem überlisten.

Ort / Gewässer: Neustadt, Ostsee
Zielfisch: Hornhecht, Dorsch, Plattfisch

Für Bengt und Jens ging es um 4:45 Uhr in Hamburg los, um das Boot zu holen. Mirco als Kieler durfte direkt nach Neustadt fahren. Um kurz vor 7:00 Uhr war Treffen an der Slippe. Sachen ausgeladen und Boot ins Wasser geschubst. Zündschlüssel gedreht und es machte nur ticktickticktick… Na toll, die Startbatterie war leer, da irgendjemand den Hauptschalter angelassen hatte… Der Tag fing ja super an!

Aber Kopf in Sand stecken gibt’s nicht, also kurz bei Kalle´s Angelshop angerufen. Zum Glück war noch ein Boot frei. Also ging es mit der „Karin 1“ nach kurzer Einweisung Richtung Fisch. Mirco als Skipper durfte sich mit 5 PS richtig austoben… Wir sind wirklich mittlerweile verwöhnt.

Das Ziel hieß Sierksdorf. Da wir jede Menge Wattwürmer dabei hatten, probierten wir es erst mal auf Butt und Dorsch. Die Plätze vor Grömitz sind zwar deutlich besser, mit 5 PS aber fast unerreichbar! Die ersten Driften brachten leider nur Kraut. Erst bei Tiefen um die 11 m wurde es besser. Hier dauerte es auch gar nicht lange, bis die ersten Dorsche an den Haken zappelten. Leider alles aus der Kinderstube, die schnell wieder schwimmen durften.

Gegen Mittag kam die Sonne raus und wir beschlossen auf Hornhecht zu wechseln. Bei Mirco zappelte aber noch was am Haken: Ein kleiner Köhler hatte sich den Wattwurm schmecken lassen. Dann ging es Richtung Hansapark. Hornhechte stehen flach. Also wagten wir in Tiefen von 3 - 4 m einen ersten Versuch. Der Heringsfetzen von Jens blieb nicht lange unbeachtet und der erste Hornhecht des Tages kam ins Boot. Kein Riese, aber ein Anfang war gemacht.

Da wir die Heringsfetzen schon zu Hause geschnitten hatten und über Nacht in Salz gelegt hatten, hielten diese deutlich länger am Haken und auch weitere Würfe waren möglich. Der Fängigkeit schadet das Salzen hingegen nicht. Sehr praktisch!

Nach der ersten Drift probierten wir es noch flacher, da die Uferangler deutlich besser fingen als wir. Schnell merkten wir, dass dies eine gute Idee war. In Tiefen von knapp 2 m war die Bissfrequenz deutlich höher.

Mirco und Bengt versuchten es neben den Heringsfetzen auch mit Spinnködern. Bisse und Nachläufer gab es viele, aber leider wollte kein Fisch hängen bleiben. Mit Heringsfetzen klappte es deutlich besser. Als besonders fängig erwies sich Mirco´s Sbirolino-Montage mit Heringsfetzen. Die Montage wurde dann ganz langsam geschleppt.

Da wir noch einige Wattwürmer übrig hatten, sollte es am frühen Nachmittag noch mal Richtung Plattfisch und Dorsch gehen. Aber wie schon am Vormittag ließ sich kein Butt blicken. Lediglich den Dorschkindergarten hatten wir schnell wieder gefunden.

Als dann am frühen Nachmittag schwarze Wolken aufzogen, beendeten wir diesen etwas anderen Angeltag.

Tight Lines

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