Lachs-Trolling – Vieregge (Rügen)

von

Der zweite Lachstrip des Jahres stand an. Diesmal über zwei Tage. Trotz viel Nebel am zweiten Tag konnten wir an beiden Tagen tolle Fische fangen.

Ort / Gewässer: Vieregge (Rügen), Ostsee
Zielfisch: Lachs

Tag 1

Eigentlich lohnte es sich gar nicht, ins Bett zu gehen: Treffen war um 1:15 Uhr für Mirco und Jens. Danach ging es zu Bengt, der auch wieder mit dabei war. Noch schnell Richtung Bootsstellplatz und gegen 2:30 Uhr waren wir auf der Autobahn Richtung Rügen. Die Fahrt verlief problemlos und gegen 7:30 Uhr ging es über den Bodden den Lachsen entgegen.

Schnell wurde klar, dass die Ostsee nicht gerade ein Ententeich ist. Unsere Carnivore schaukelte aber sicher über die Wellen, nur die Sideplanner tauchten immer wieder in die Wellen, was für das Köderspiel nicht gerade förderlich ist. Zum Glück wurde es über den Tag immer ruhiger.

Da wir zu dritt waren, konnten wir mit neun Ruten fischen. Sechs Sideplaner- und drei Downriggerruten legten wir bei einer Wassertiefe von 25 m aus. Die Köder liefen dabei in Tiefen von 1 - 5 m an den Ruten mit den Brettchen. Die Downrigger wurden auf 10 - 25 m abgelassen

Der erste Biss ließ nicht lange auf sich warten. Ein Dorsch hatte sich den Grizzly Wobbler hinter einem Dodger am Downrigger geschnappt. Der zweite Dorsch folgte kurze Zeit später. Also Downrigger höher stellen, denn Dorsche können wir in Kiel und Neustadt auch fangen…

Gegen Mittag hatten wir Wassertiefen von 35 m erreicht. Immer wieder waren große Futterfischwolken auf dem Echolot zu sehen. Perfekte Bedingungen also. Dann ging eine Knarre los. Mirco schnappte sich die Rute und begann zu drillen. Keine 10 Sekunden später ging die zweite Knarre los: Double Hook!!! Mirco drillte seinen ersten Lachs souverän aus, und auch Bengt´s Fisch konnte sicher gelandet werden. Zwei tolle Fische von Mitte 80 cm!!! Was für ein Start. Sideplaner mit 45 gr und 70 gr Steckblei mit dezent gefärbten Rhino „Mag“ Blinkern waren die Erfolgsmontagen.

Die Fische wurden versorgt und schon ging die nächste Knarre los. Diesmal war Jens dran mit drillen. Der dritte Fisch innerhalb von 45 Minuten hatte sich einen kleinen Rhino Trout Killer in grellen Farben am Sideplaner mit 10 gr Steckblei geschnappt. Und wieder ging im Drill alles gut, und wir konnten den dritten Fisch an Bord begrüßen.

Nachdem auch dieser Fisch versorgt war und wir uns erst mal beruhigt hatten, ging schon wieder eine Knarre los. Diesmal aber deutlich heftiger. Der Fisch hatte an der äußeren Sideplanerrute gebissen und zog sofort gegen den Druck des Brettchens auf die andere Seite. Bengt schnappte sich die Rute und Mirco und Jens räumten schnell die anderen Ruten. Der Fisch war deutlich kräftiger als die vorherigen und nahm auch kurz vorm Boot noch mehrere Male ordentlich Schnur. Aber der Haken saß gut, und Jens konnte den Fisch sicher keschern. Das Maßband zeigte 1.06 m! Was für ein Fisch!!! Erfolgsköder war wieder ein heringsfarbener Rhino „Mag“ Trollingblinker.

Gegen 16:00 Uhr beendeten wir diesen ersten Tag. Abends wollten wir nämlich noch kurz bei Tobias Voigt und dem vom ihm organisierten Rügener Trollingtreffen in Schaprode vorbeischauen. Bei Erbsensuppe und dem ein oder anderen Bierchen ließen wir diesen tollen Tag dann ausklingen.

Tag 2

Der zweite Tag begann mit einem Schock. Dichter Nebel und Sichtweiten von unter 50 m machten eine Ausfahrt zu gefährlich. Also war warten angesagt… Bei Kaffee und Klönschnack mit anderen Anglern ließ sich die Zeit aber gut überbrücken. Bengt versuchte sich nebenbei im Köderfischstippen mit Trollingruten. Durchaus erfolgreich, 15 Lauben landeten im Boot. Zusätzlich bekamen wir Besuch von einer Möwe, die sich sogar direkt aus der Hand füttern ließ.

Gegen Mittag war es dann endlich so weit. Der Nebel hatte sich immerhin etwas verzogen, was eine Ausfahrt ermöglichte. Vorbei an vielen Heringsanglern, die mit Wathosen bis an die Fahrrinne gewatet waren.

Bei 25 m Wassertiefe wurden die Ruten mit dem gleichen Setup wie am Vortag ausgelegt. Bengt bekam noch vor dem Einhängen des Sideplaners einen Biss. Das ging ja gut los! Zum Vorschein kam aber leider nicht der erhoffte Lachs sondern ein Dorsch, der den Köder knapp unter der Oberfläche attackiert hatte. Jens konnte kurz darauf noch einen Dorsch landen.

Danach wurde es ruhig. Strahlender Sonnenschein und wenig Wind machten das Fischen sehr angenehm. Nur leider gefiel das den Lachsen wohl nicht wirklich. Futterfische waren wie am Vortag immer wieder auf dem Echolot zu sehen, von den Räubern fehlte aber jede Spur.

Gegen frühen Nachmittag löste dann der Downrigger aus und Bengt drillte den ersten Fisch des Tages. Mit 65 cm kein Riese aber der Tag war entschneidert – von Bengts Stipperfolgen im Hafen vielleicht mal abgesehen…

Wir beschlossen heute eher eine Stunde länger zu fischen und damit in Kauf zu nehmen, dass wir erst nachts wieder zu Hause sein würden, da uns der Nebel ja leider den ganzen Vormittag geklaut hatte… Als wir gegen 17:00 Uhr schon Kurs Richtung Hafen genommen hatten, ging dann noch mal eine Knarre los. Mirco schnappte sich die Rute und konnte den Fisch wieder erfolgreich ans Boot drillen. Jens hatte mittlerweile ja Übung beim Keschern, und so landete der zweite Fisch des Tages im Boot. Mit 85 cm wieder ein toller Fisch. Wieder war ein Rhino Köder am 45 gr Steckblei hinter einem Sideplaner der Erfolgsköder.

Danach beendeten wir diesen zweiten und wieder einfach tollen Angeltag. Bei wenig Welle wurde der Hebel mit Kurs Heimathafen auf den Tisch gelegt. Boot aus dem Wasser slippen und Sachen verstauen und schon war es kurz vor 20:00 Uhr.

Ein traumhafter Lachstrip war viel zu schnell zu Ende. Aber alle Beteiligten waren sich einig: Das muss wiederholt werden!!!

Tight Lines

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Sicherheit