Zander vom Boot – Hamburg

von

Windstärke acht mit Orkanböen… Und dazu sinkender Luftdruck! So schlechte Bedingungen hatten wir lange nicht. Aber einfach kann ja jeder!

Ort / Gewässer: Elbe, Hamburg
Zielfisch: Zander

Tag 1

 

Donnerstag war um 7:00 Uhr Treffen beim Boot. Martin und Jens wollten auf Zanderjagt! Der Luftdruck war stark gefallen, Windstärke sieben bis acht und ordentlich Regen. Ideale Bedingungen sehen anders aus…

Am ersten Spot angekommen bekam Martin aber gleich beim ersten Runterlassen einen ordentlichen Einschlag! Wenig später konnte er einen schönen Fisch in den 60ern in die Kamera halten. Erfolgsköder war ein No-Action-Shad mit Fransen.

Leider war es das aber erst mal. Wir kämpften vor allem mit dem Wind. Immer wieder wurden wir komplett aus der Drift geweht. Mit dem Wind fischen war zudem völlig unmöglich, da das Boot viel zu schnell driftete.

Dann konnte Jens endlich einen Fisch haken. Auch ein schöner Stachelritter, der sich einen Warrior Tiddler Fast von Fox Rage in Schockfarben schmecken ließ. Dann war an diesem Spot leider bis auf einige Fehlbisse nichts mehr an die Leine zu bekommen.

Am nächsten Spot tat sich lange nichts… Dann erbarmte sich doch noch ein Zander, den Jens wieder mit einen Fransenköder verführen konnte. Ganz leichte Zupfbewegungen kurz über dem Grund war heute die Erfolgsformel.

Dann gab es eine lange Durststrecke. Fast zwei Stunden gab es nicht einen Zupfer. Und der Wind machte das Fischen auch nicht wirklich angenehm. Also beschlossen wir noch einmal einen ganz anderen Spot anzufahren, an dem wir uns auch etwas Windschatten erhofften. Kleinfischschwärme auf dem Echolot machten Mut, dass sich hier auch Räuber aufhalten sollten. Aber es dauerte fast eine halbe Stunde, bis Martin den ersten Fisch haken konnte. Dann hatte Jens einen richtigen Einschlag. Aber diesmal kam ein nicht so stacheliger Geselle an die Oberfläche. Ein schöner Hecht hatte den Swing Impact voll genommen. Kaum im Kescher, da hatte er auch schon die Schnur durchgebissen. Glück gehabt! Da dies der erste Hecht des Jahres für uns auf der Elbe war, werden wir aber auch in Zukunft auf Stahlvorfächer verzichten…

Da dieser Platz relativ struckturlos war, hatte Jens zusätzlich eine tote Rute mit einem Stint ausgelegt. Die Spitze zuckte einmal, dann gleich noch einmal und dann war die Rute krumm. Ein 72er Zander hatte den Stint voll genommen und lieferte an der leichten Rute einen tollen Drill.

Da uns ein Fisch zum Abendessen begleiten sollte, waren wir auf den Mageninhalt gespannt. Alle Fische des Tages waren nämlich kugelrund. Wir staunten nicht schlecht, neben einer Unmenge an Garnelen war auch eine Grundel mit dabei.

Dann beendeten wir diesen doch noch ganz versöhnlichen Tag.

Tag 2

Am nächsten Tag hatten wir Besuch aus dem Raum Hannover. Sebastian, Tim und Patrick durften wir an Bord begrüßen. Heute bei Dauerregen, Windstärke acht mit Orkanböen und noch mal stark gefallenem Luftdruck… Hilft ja nix, bei Sonne kann ja jeder angeln!

Direkt bei der Ausfahrt aus dem Hafen der erste Dämpfer: Ein Polizeiboot versperrte die Süderelbe. Eine Brücke war gerammt worden und daher dieser Elbteil für den ganzen Tag gesperrt… Na gut, dann also andere Spots suchen.

Am ersten Platz angekommen, dauerte es auch gar nicht lange, bis der erste Fisch im Kescher war. Der wollte aber nicht Model werden und flutsche direkt aus der Hand wieder ins Wasser. Egal, war eh aus der Kinderstube… Der nächste Fisch ließ nicht lange auf sich warten. Jens war mit Stint am Fireball-System erfolgreich. Aber auch der Fisch bekam kein Foto, Dauerregen machte die Fotosession unmöglich…

Jens konnte kurz darauf noch einen Fisch nachlegen, dann wurde es ruhiger… dann war Patrick´s Rute krumm. Aber statt des erhofften Großfisches kam ein Brassen der zwei Kilo Klasse an die Oberfläche, der den Stint voll genommen hatte. Jeder Stipper wäre begeistert gewesen… Dann war Sebastian an der Reihe. Ein schöner Stachelritter hatte seinen Gummifisch voll genommen.

Dann war leider Schluss mit Bissen. Wir probierten einen anderen Spot, aber der Wind machte ein Fischen komplett unmöglich. Außerdem wurde es ohne Windschatten trotz vernünftiger Klamotten ziemlich schnell a…kalt! Also fuhren wir wieder an den ersten Spot des Tages. Aber trotz erfolgsversprechender Anzeigen auf dem Echolot wollte kein Fisch beißen. Aber immerhin war auf den Regen verlass. Über den ganzen Tag hatten wir vielleicht eine halbe Stunde keine Dauerdusche…

Dann konnte Tim einen Fisch haken, allerdings wieder ein Zander aus der Kinderstube. Wir fischten eisern weiter, aber heute war einfach kein Blumentopf zu gewinnen. Gegen 15:00 Uhr beendeten wir dann diesen Tag. Noch schnell im Hafen eine Hopfenkaltschale genossen, das Boot geslippt, dann waren auch schon wieder zwei Tage auf dem Wasser vorbei.

Tight Lines

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