Lachs-Trolling – Schaprode (Rügen)

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Windstille, Sonnenschein, einen Tag Urlaub mitten in der Woche und auch noch Fische: Der erste Trolling-Ausflug des Jahres auf Lachs war in allen Punkten ein Erfolg.

Ort / Gewässer: Schaprode (Rügen), Ostsee
Zielfisch: Lachs

Sonnenschein und Windstärke 1 - 2 waren angesagt: Da gab es kein Halten mehr. Wir (Andi und Jens) hatten von tollen Fängen in den letzten Wochen gehört, also wurde spontan Urlaub genommen und die Trolling-Ausrüstung auf Vordermann gebracht.

Die Slippe in Schaprode auf Rügen sollte um 7:00 Uhr morgens öffnen. Treffen war daher schon um 2:00 Uhr nachts. Schließlich sind es bis zum Zielhafen inklusive Boot holen vier Stunden Autofahrt.

Während der Autofahrt blieb genug Zeit, schon mal von großen Lachsen zu träumen. Nachdem der erste und bisher einzige Trip letztes Jahr mit einem Traumfisch von 1.10 m gekrönt wurde, waren wir uns aber einig, dass wir auf Anfängerglück nicht mehr zu hoffen brauchten – das sollte bereits restlos erschöpft sein. Aber auch wenn jeder von solchen Fischen träumt, wir wären auch mit einem einzigen kleinen Fisch bereits zufrieden gewesen.

Die Fahrt verlief problemlos und um 8:15 Uhr ging es den Lachsen entgegen. Bei einer Wassertiefe von knapp 40 m wollten wir die Ruten auslegen. Drei Ruten pro Person sind in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt – also fischten wir mit sechs Ruten.

Gegen 9:15 Uhr war das Zielgebiet erreicht und die Ruten ausgelegt. Wir montierten vier Ruten mit Sideplanern, zwei wurden an den Downriggern gefischt. Die Köder an den Sideplanerruten brachten wir mit Steckbleien von 10 – 70 gr auf Tiefen zwischen 1 - 5 m. Die Köder an den Downriggern lockten auf 15 m und 25 m. Wir entschieden uns wegen des strahlenden Sonnenscheins bei den Ködern eher auf gedeckte Farben zu setzen.

Die erste Stunde tat sich nichts. Bei strahlendem Sonnenschein und einer spiegelglatten Wasseroberfläche genehmigten wir uns daher erst mal ein Frühstück. Dann wippte die Rutenspitze der Downriggerrute, die in 15 m Wassertiefe mit einem Rhino Flasher als Lockblech und Rhino Softfish als Köder ausgelegt war. Beim zweiten Wippen löste der Clip aus und Andi drillte den ersten Lachs des Tages. Mit ca. 75 cm für Lachsverhältnisse kein Riese, aber ein wunderschöner Fisch. Der Tag war also schon gerettet.

Es dauerte auch gar nicht lange, da knarrte die nächste Bremse. Lachs Nummer zwei hatte sich einen kupferfarbenen Schlepplöffel hinter einem 10 gr Steckblei geschnappt. Andi drillte auch diesen Fisch souverän aus und ein Fisch von knapp unter 90 cm wurde von den Keschermaschen umschlossen.

Danach war es erst mal ruhig. Auch wenn wir ständig Futterfischwolken auf dem Echolot sahen, wollte sich kein weiterer Fisch überreden lassen. Erst gegen Nachmittag, als bereits der Heimweg eingeschlagen war, löste die Downriggerrute über 37 m Wassertiefe noch einmal aus. Im unteren Drittel der Wassersäule hatte ein Grizzly Wobbler in Heringsfarben hinter einem Dodger den Lachs zum Anbiss überredet. Fisch Nummer drei war mit 65 cm der kleinste der Tour.

Wir konnten heute zum ersten Mal einen Fisch auf die Downrigger-Inliner-Ruten von Rhino drillen. Eine Angel ohne Ringe wirkt auf den ersten Blick zwar etwas merkwürdig, aber die Aktion im Drill ist phänomenal! Diese Anschaffung hat sich schon mal gelohnt!

Danach ging es Richtung Hafen. Um 18:00 Uhr öffnete die Slippe wieder, und da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten, wollten wir möglichst zügig das Boot aus dem Wasser holen und die Sachen verstauen.

Da der sehr freundliche Hafenmeister sogar ein paar Minuten früher kam, konnten wir uns bereits gegen 18:30 Uhr auf den Rückweg nach Hamburg machen. Ein traumhafter Tag auf dem Wasser mit einem ebenso traumhaften Fangergebnis ging zu Ende. Aber es wird nicht der letzte Trollingausflug des Jahres bleiben.

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