Rapfen & Zander – Hamburg

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Viel Nasses von oben ließ uns den Tag etwas früher beenden. Zander und Rapfen waren aber bissig!

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Rapfen, Zander

Eigentlich wollten Andi und Jens der Oste bei Stade mal einen Besuch abstatten. Aber bei einer sehr bescheidenen Wetterprognose ging es doch lieber auf die Elbe. Da wäre ein verkürzter Tag nicht so ärgerlich, als wenn wir bis nach Stade gefahren wären.

Also ging es mit den ersten Sonnenstrahlen auf´s Wasser. Morgens war das Wetter wirklich klasse. Kein Wind und Sonne machten den Start in den Tag perfekt. Auch die Zander waren bei deutlich gesunkenen Wassertemperaturen aggressiver. Gleich am ersten Spot konnten wir die ersten Stachelritter verhaften.

Wir probierten heute auch mal wieder neue und lange nicht mehr befischte Stellen aus. Mit Erfolg: Am zweiten Spot waren zeitgleich beide Ruten krumm und im Kescher landeten zwei schöne Zander in den 60ern. So durfte es gerne weitergehen.

Plötzlich bog sich Jens‘ Rute im Halbkreis. Die Rutenspitze wurde mit Gewalt nach unten gerissen. Ein Kopfstoß und zu Ende war die Geschichte. Der völlig zerfetzte Köderfisch am Fireballsystem kam leider ohne gehakten Räuber nach oben. Dieses Jahr steht Jens mit den Großzandern echt noch auf Kriegsfuß!

Die nächsten Spots brachten mit fallendem Wasser nur noch sehr sporadisch Fische. Aber wir hatten ja unser Rapfengerät eingepackt. Der E-Motor hielt uns in der Strömung am Platz, so dass wir entspannt fischen konnten. Gleich die ersten Würfe brachten Bisse. Die ersten Fische konnten wir auf normale Spinner verhaften. Dann stiegen wir auf die richtigen Spaßköder um: Oberflächenköder, die im Zickzack-Kurs an der Oberfläche geführt werden. Man sieht den Biss bevor man ihn in der Rute spürt – einfach der Hammer!!!!

Immer wieder klatschten die Rapfen in die Kleinfische rein – Überlebenschance für einen der kleinen Stinte dürfte bei null gelegen haben! Andi konnte auch noch einen richtig dicken Aland zu einem Kurzbesuch im Boot überreden. Jeder Friedfischangler hätte feuchte Augen bekommen!

Dann war Andi´s Rute richtig krumm. Der Fisch zog mit der Strömung einfach ab, als würde es die Bremskraft der Rolle nicht geben. Und auch hier blieb der Fisch Sieger. Nach zwei Fluchten war die Schnur plötzlich schlaff. Es sollte heute einfach nicht sein mit dem richtig Dicken!

Da es sich immer mehr einregnete, beschlossen wir den erfolgreichen Tag etwas früher als geplant zu beenden. Also ging es mit Volldampf Richtung Hafen. Bei ordentlich Regen bekommt man dabei auch noch ein wunderschönes kostenloses Peeling. Und wie es immer so ist: Boot geslippt, Sachen verstaut und es ist nach vier Stunden Regen am Stück auf einmal trocken!

Topköder des heutigen Tages auf Zander waren Rotaugen am Fireballsystem und natürlich wieder unsere mittlerweile heißgeliebten Hamburger Stinte vom Angelcenter Vögler. Waren über den Sommer hinweg die kleinen Ausführungen besser, gab es heute knallharte Einschläge auf die große Variante des Hamburger Stints. Da Andi seine Jacke zusammen mit Knoblauchboilies im Keller aufbewahrt hatte, war der Knoblauchgeruch der Stinte heute auch wirklich nur nebensächlich!

Die Rapfen waren weniger wählerisch. Rapfenbleie, Spinner und Oberflächenköder in allen Farben brachten Bisse.

Tight Lines

Video vom Rapfen-Drill



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