Zander vom Boot – Hamburg

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Nachdem es Samstag schon so gut lief, waren die Erwartungen für Sonntag hoch. Köderfische wurden eingepackt, um wieder zur Jagd auf Großzander zu blasen.

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander

Das Boot lag ja schon im Wasser, also konnte es einen Tick später losgehen. Benny holte Jens ab, Bengt kam direkt zum Hafen. Um kurz nach sieben ging es dann auch schon den Zandern entgegen. Noch schnell auf einem Anleger Ben – ebenfalls ein Raubfischcrewler – einsammeln, dann ging es zum ersten Spot.

Den ersten Zander konnte Bengt noch im Dunkeln verhaften. Allerdings einen aus der Kinderstube. Ben konnte schnell nachlegen, die Fische waren gefunden. Die Durchschnittsgröße war aber deutlich geringer als am Vortag.

Es zeigte sich, dass Gummifische wieder die größere Anzahl an Fischen brachte. So konnten Benny, Bengt und Ben im Laufe des Tages einige schöne Fische landen. Jens fischte wieder durchgehend mit Stinten am Fireball-System. Bis frühen Nachmittag konnte er aber bis auf zwei Bisse noch nichts Brauchbares vorweisen.

Die Mittagszeit gestaltete sich schwierig. Nach einem Platzwechsel war das Echolot voll mit Futterfisch. Dann bekam Jens seinen ersten Einschlag des Tages. Ein Fisch von Anfang 70 cm hatte seinen Stint inhaliert. Trotz der vielen Futterfische ging an diesem Platz nichts mehr. Also wieder Platzwechsel.

An einer Kante, die die vier früher am Tag schon befischt hatten, war dann plötzlich Benny´s Rute krumm. Nach spanendem Drill konnte ein Fisch von 75 cm gelandet werden. Auch dieser Fisch hatte sich einen Stint am Fireball-System schmecken lassen. Der Tag war gerettet. Zwei große Fische im Boot, die Stimmung war großartig.

Keine 10 Minuten später setzte Ben dann dem Tag die Krone auf. Bei 8 m Wassertiefe war ein richtig dicker Fisch eingestiegen. Diesmal auf einen Gummifisch. Auch wenn der Kescher ziemlich klein aussah, konnte der Zander sicher gelandet werden. 80 cm – ein Traumfisch!

Gegen 15:30 Uhr war dann Feierabend. Ein weiterer traumhafter Tag auf dem Wasser ging zu Ende und damit bezogen auf die Größe der Fische das bisher beste Zanderwochenende der Saison! Die Bissfrequenz war an diesem Tag nicht so hoch wie am Tag zuvor, aber jeder Biss kann gerade in dieser Jahreszeit ein richtiger Brummer sein. Nach zwei Tagen stand es bei den Großfischen 4 zu 1 im direkten Duell zwischen Köderfischen am System gegenüber Gummis. Vielleicht Zufall – die Statistik wird aber weitergeführt.

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Kommentar von Jens |

Moin zusammen,

hier noch mal ein kurzes Statement zu den Zandern mit den "Glotzaugen". Wie schon im vorherigen Bericht erwähnt kommt dies durch den nicht bewältigten Druckausgleich. Ein Zurücksetzen würde der Fisch wohl nicht überleben. Das Bild des Echolotes zeigt eine Tiefe von 10 m. Dies war die maximal befischte Tiefe, eher flacher (ca. 7 - 9 m). Die meisten Fische hatten keinerlei feststellbare Verletzungen durch den Drill und viele kleinere konnten problemlos released werden. Es sei hier aber noch einmal angemerkt, dass Zander im Winter sehr sensibel auf Druckunterschiede reagieren, weshalb wir definitiv nicht tiefer als 10 m fischen. Gänzlich ausschließen konnten wir allerdings die "Augenkrankheit" aber leider nicht. Da wir auf eine glaubhafte Berichterstattung wert legen, haben wir die Bilder hier gezeigt und auch gleichzeitig auf die Problematik hingewiesen. Die Fische wurden selbstverständlich sinnvoll verwertet.

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Jens