Zanderangeln vertikal – Hamburg

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Die Zander Saison in Hamburg ist eröffnet und Team Carnivore hat es sich nicht nehmen lassen mit dem ein oder anderen Traumfisch in diese Saison zu starten.

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander

Tag 1

Endlich war es soweit: Die Zanderschonzeit ist vorbei. Für Team Carnivore hieß es somit an diesem Wochenende Jagd auf Zander. Das Angeln wurde auf zwei Tage verteilt, damit auch jedes Team Mitglied einmal in den Genuss kam.

Für Jens und Mirco klingelte der Wecker gegen 02:30 Uhr. Nach einigem Hin und Her kam Andi gegen 03:15 Uhr zu Jens, von wo es dann direkt in Richtung Hafen ging. Noch fix das Boot abgeholt und ab zum Hafen, an dem Martin bereits wartete. Schnell das Tackle vorbereitet und schon ging es Richtung Spot Nr. 1.

Wir entschieden uns dazu, es an der Süderelbe zu versuchen, was sich im Laufe des Tages als richtig erweisen sollte. An diesem Tag gab es zwei traumhafte Fische, die von Andi und Martin gefangen wurden. Jens und Mirco hielten sich zunächst zurück, schließlich hatten Sie das Glück gleich zwei Tage den Zandern nachzustellen.

Am Spot angekommen wühlte erst einmal jeder in den Köderboxen und suchte sich den passenden Köder heraus. Von Tiddler Fast, Lieblingsköder, Easy Shiner & Swing Impact hat an diesem Tag fast jeder Köder das Wasser einmal gesehen.

Mirco setze auf einen Tiddler Fast von Fox Rage und konnte auch schnell den ersten Zander verhaften. Anschließend gab es jedoch erst einmal Fehlbiss über Fehlbiss. Alle waren über die Schon zeit etwas eingerostet - aber aufgeben gibt es nicht.

Die nächsten Fische kamen ins Boot. Nachdem die ersten Plätze ausgefischt waren, hieß es noch einmal Spotwechsel. Am Spot angekommen, schaukelte einmal kurz das Boot, Andi setze seinen Anhieb und die gesamte Runde fragte: „Und?? Hast Du Ihn?“, alle blickten gespannt auf Andi. Die Rute krümmte sich. Aber auch nach reichlich Pumpen tat sich erst einmal nicht viel. Wieder fragte die Runde: „Und??? Ein richtig Guter?“ Nach einem spannenden Drill konnte Andi einen Zander von 86 cm ins Boot holen und strahlte über alle Backen – WAS FÜR EIN SAISONAUFTAKT!!!

Nach diesem Fisch wurde erst einmal mit Kaffee und Kuchen gefeiert. Anschließend hieß es dann schnell wieder “ANGRIFF“!

Der Tag verstrich und es kamen noch ein paar Zander aus der Kinderstube an Bord. Zwischenzeitig setzen Jens und Mirco noch auf etwas größere Köder, mit der Hoffnung auf einen etwas besseren Fisch. Doch ein anderes Teammitglied sorgte an diesem Tag für eine dicke Überraschung.

Das Wetter wechselte zwischen Sonne & Regen und der Wind konnte sich auch nicht so recht entscheiden. Nachdem ein kurzer Regenschauer überstanden war, entschieden wir uns für einen weiteren Spotwechsel. Noch schnell durch die Schleuse und weiter ging es. Martin hatte Probleme mit seiner Rolle und wechselte kurzerhand auf Jens Sword-Rute mit kräftigem Rückgrat, was sich als richtig erweisen sollte. Nach kurzer Zeit setzte Martin seinen Anhieb und die Rute war krumm. Das musste wohl ein besserer Fisch sein. Die Rutenspitze neigte sich Richtung Wasseroberfläche. Nach kurzer Drillzeit zeigte sich ein Schwall an der Oberfläche. War das wirklich ein Zander? Jens schnappte sich den Kescher und landete den Fisch. Das Erstaunen war groß, eine schöne Hechtmama lag im Kescher. Kurz aufs Maßband und alle waren über die Ausmaße dieses Fisches überrascht. Satte 96 cm und das im Hamburger Hafen. Der zweite Traumfisch des Tages!

Nachdem dieses Spektakel überstanden war, wurde es leider auch mit den Bissen etwas weniger. Somit entschieden wir uns am frühen Nachmittag die Sachen zu packen und uns auf den Heimweg zu machen. Am nächsten Tag hieß es schließlich schon wieder Attacke!

Alle waren glücklich und ein traumhafter Angeltag ging zu Ende. Der Counter zeigte das Tagesergebnis von 32 Fischen. Das Boot blieb im Hafen liegen und wir machten uns auf die Heimreise, denn am Sonntag sollte es gegen 04:00 Uhr wieder den Zandern entgegen gehen.

Tight Lines

Tag 2

 

Am Sonntag gesellten sich zu Jens und Mirco noch Benny und Bengt. Angestachelt durch die Fangmeldungen des gestrigen Tages waren wir allesamt heiß auf den Angeltag.

Um 05:00 Uhr starteten wir in Oortkaten Richtung Hamburger Hafen. Kurz vorher trafen wir noch Daniel Brce vom Angelcenter Vögler zum kurzen Plausch über den vergangenen Samstag. Wir sollten uns den Tag noch einige Male wiedertreffen.

Der erste Spot brachte einige kleinere Fische. Bengt begann mit einem Fisch, Benny legte die nächsten 6 Stück nach. Die Herren Jens und Mirco hielten sich anfangs noch stark zurück. Wahrscheinlich anstandshalber, da sie am Vortag ganz gut abgeräumt hatten.

Nach einigen Spotwechseln bekam zuerst Jens einen Einschlag, den er leider nicht rechtzeitig mit einem Anschlag parieren konnte. Ein kurzer Fluch und dann war auch schon Benny´s Rute krumm. Nach kurzem und kräftigem Drill konnte Bengt für Benny einen schönen 71er Zander keschern. Damit hatte Benny bereits am ersten Zandertag des Jahres 2015 einen größeren Zander gefangen, als im gesamten vergangenen Jahr 2014. Ging gut los aber es kam noch dicker. Keine 5 Minuten später war wieder Bennys Rute krumm. Diesmal aber noch deutlich mehr als zuvor. Der Fisch stand fest am Grund und nur vereinzelte starke Kopfstöße ließen auf einen guten Zander schließen. Leider stieg dieser Fisch im Drill kurz vor der Oberfläche aus. Grmpf - schade.

Zwischenzeitlich entschneiderten sich Jens und Mirco. Leider ließ die Größe der Zander ein wenig zu wünschen übrig.

Gegen Mittag überraschte uns ein heftiger Regenschauer. Glücklicherweise fanden wir einen tollen Unterstand für Boot und Besatzung (siehe Fotos). Sicherlich nicht ungefährlich aber kalkulierbar.

Die Spotwechsel nach dem Regen brachten nur noch vereinzelte Fische. Der Gezeitenwechsel sorgte für einen deutlichen Rückgang der Bissfrequenz. Insgesamt konnten wir uns dennoch 21 Zander zusammenangeln, wobei zwei uns in die Küche begleiten durften. An dieser Stelle sei gesagt, dass wir weitestgehend “catch and release“ betreiben, aber auch nicht abgeneigt sind, mal den einen oder anderen Fisch zu verwerten. Dafür essen wir zu gerne Fisch. Eine Entnahme sollte jedoch bei den Fangzahlen immer mit Augenmaß geschehen. Vielleicht kommen wir ja irgendwann dahin, dass wir auch maßige Fische “ungestraft“ zurücksetzen dürfen. Es wäre wünschenswert und für die Fischbestände in Deutschland wichtig.

Köder des Tages war der Spoon Tail Shad von Nories in Pink Ayu (5 Zoll). Nicht günstig, aber immer mal wieder ne echte Bank.

Auf denn, tight lines!

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