Zanderangeln vertikal – Hamburg

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Drei Tage waren wir auf Zanderjagd. Trotz fallenden Sauerstoffgehalts des Wassers konnten wir schöne Fische fangen. Und auch ein paar gestreifte Überraschungen waren dabei!

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander


Tag 1

 

Am Freitag ging es für Martin, Andi und Jens zum Feierabendangeln auf die Elbe. Die letzten Wochen kamen wir alle nicht wirklich los. Es ist dann immer spannend, ob die Fische noch an den vorher erfolgreichen Spots stehen. Der Sauerstoffgehalt im Hamburger Hafen nimmt wegen des warmen Wassers kontinuierlich ab und macht die verbleibenden Fische lethargisch. Wir hatten von anderen Anglern gehört, dass die Fänge auch alles andere als berauschend waren…

Am ersten Spot angekommen, war dann aber schnell Martin´s Rute krumm. Ein schöner Zander hatte seinen Köder voll genommen und lieferte einen klasse Drill. Sowohl der richtige „Tock“ beim Biss, als auch der anschließende Drill zeigten, dass die Fische hier alles andere als träge waren.

Martin konnte auch recht schnell den zweiten Fisch verhaften. Und auch Jens und Andi konnten die ersten Stachelritter haken. Alle Fische waren in super Kondition und lieferten tolle Drills.

Nach ein paar schönen Fischen war Andi´s Rute dann deutlich krummer als bei den vorherigen Drills. Ein schöner Fisch von Anfang 70 cm landete im Kescher. Ein gaaaaanz klein wenig waren wir dann doch enttäuscht, vom Drillverhalten her hätten wir nämlich auf einen deutlich besseren Fisch getippt. Aber das wäre beschweren auf verdammt hohem Niveau!

Nach 12 Fischen beendeten wir dieses wirklich erfolgreiche Feierabendangeln. Jens musste schließlich am nächsten Tag wieder früh raus. Um 4:30 Uhr sollte Besuch aus Hannover kommen!

Tag 2

 

Um 4:30 Uhr war Treffen am Hafen. Zu Besuch hatten wir Sebastian, Patrick und Tim aus Hannover. Nicht das erste Mal, deshalb war das Boot schnell startklar und jeder hatte seinen Platz gefunden. Die erfolgreichen Spots von gestern waren das erste Ziel des Tages. Doch dort angekommen, war das Wasser noch ziemlich niedrig. Die Zander waren noch nicht zu Hause. Also wurde erst mal ein Kaffee gekocht.

Nach kurzer Frühstückspause ging´s dann weiter. Und siehe da, die Zander waren mit dem steigenden Wasser eingetroffen. Tim konnte schnell den ersten Fisch des Tages haken. Und mit einem Fisch in den 70ern auch gleich einen richtig guten!!! Das war mal ein Start nach Maß in den Tag! Und der nächste ließ nicht lange auf sich warten. Wieder war es Tim, dessen Rute krumm war. Aber auch Sebastian hatte den ersten Stachelritter am Band. Der war allerdings eher aus dem Kindergarten ausgebrochen. Auch Jens räuberte im Kindergarten. Drei Fische in Folge fanden seinen Stint am Fireball-System zum Fressen gut.

Nach einigen weiteren Kleinfischen ging es zum nächsten Spot. Auch hier fingen wir schöne Fische. Patrick war in Gedanken immer noch bei Tim´s Fisch. So einen Dicken wollte er auch gerne am Band haben! Nach einem weiteren Spotwechsel war es dann so weit. Nach einem sehr zaghaften Biss war seine Rute krumm. Nach kurzem Drill kam ein weiterer schöner Fisch um die 70 cm ins Boot. Den Rest des Tages wurde ausgiebig diskutiert, ob denn jetzt Patrick´s oder Tim´s Fisch größer war!

Leider wollten die Stachelritter nach dem Tidenwechsel nicht mehr so richtig. Wir befischten noch einige Spots, aber mehr als ein paar Halbstarke konnten wir nicht mehr überreden. Zu erwähnen ist allerdings noch Sebastians kapitale Platte. Die Daumennagel große Flunder hatte er mit dem Stinger gerissen. Gegen 15:00 Uhr beendeten wir dann den sehr erfolgreichen Tag. Besonders die Durchschnittsgröße der Fische war mehr als ordentlich.

Tag 3

 

Unter der Woche waren Benny und Jens beim Angelcenter Vögler, weil sie von sehr guten Fängen auf den Hamburger Stint gehört hatten. Nach einem netten Plausch mit Daniel Brce und Andreas Panten von Pro Guiding, war die Tüte mit den Gummis schnell gefüllt. Am Sonntagmorgen um 5:30 Uhr trafen sich dann Jens, Andi, Benny und Bengt in Oortkaten, um den neuen Köder ausgiebig zu testen.

Da das Boot noch im Wasser lag, verstrich nicht viel Zeit bis wir uns auf den Weg zum ersten Spot machten. Dort stellte sich relativ schnell raus, dass der Tag alles andere als einfach werden sollte. Normalerweise ist der Spot eine Bank, heute aber wie leergefegt.

Am zweiten Spot konnten Andi, Benny und Jens sich relativ schnell entschneidern. Zwar noch keine Riesen aber mit Längen bis 60 cm schon ganz ordentliche Fische. Bengt übernahm derweil die Rolle des Fotografen. Der Hamburger Stint zeigte auch schnell was er konnte. Neben einem für Knoblauchliebhaber sehr angenehmen dauerhaften Duft an Bord, sorgte er auch für viele schöne Fische.

Am dritten Spot schienen wir die Fische endlich gefunden zu haben. Schnell ließen wir das Fangergebnis zweistellig werden. Allerdings waren die Fische eher aus der Kategorie Kindergarten. Trotzdem wurde der Spot ausgefischt, und so konnten wir einige Fische in die Kamera halten. Als die Bissfrequenz nachließ, entschieden wir uns aus Mangel an Alternativen Strecke zu machen. Diese Entscheidung erwies sich als wahrer Goldgriff!

Andi hakte schon nach wenigen 100 m Drift einen strammen Zander von 74 cm. Nach kurzem Fototermin glitt dieser "leider" wieder über die Bordwand. Es folgte von Benny noch ein weiterer 60er Zander kurze Zeit später.

Was nun folgte hatten wir auch mit zusammen mehr als 25 Jahren Angelerfahrung im Hamburger Hafen noch nicht erlebt. Innerhalb von 20 Minuten konnten wir 6 Barsche verhaften. Zwei davon über 40 cm, darunter ein knapp 46er von Andi und ein 43er von Jens. Benny und Bengt konnten neben kleineren Zandern auch jeder einen Barsch verhaften. Und auch die Zander versteckten sich nicht. Immer wieder drifteten wir über einzelne Trupps. Doppeldrills waren dann nicht selten.

Erfolgsköder des heutigen Tages waren Swing Impact und Easy Shiner von Keitech, Fin-S von Lunker City und der Playboy von Spro. Als richtige Waffe stellte sich aber Vögler´s Hamburger Stint heraus. Das Knoblaucharoma ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber uns hat er komplett überzeugt! Besonders die kleineren Ausführungen (10 cm) waren heute der Topköder.

Bekanntlich soll man ja aufhören wenn es am schönsten ist. Also entschieden wir uns um kurz vor eins die Heimreise anzutreten, damit das Boot noch vor Niedrigwasser geslippt werden konnte.

Mit dem Boot auf dem Trailer und einem Alsterwasser in der Hand waren sich alle einig: Was ein rundum gelungener Halbtagsausflug!

Tight lines!

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