Zander vom Boot – Hamburg

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Ein ganzes Wochenende waren wir auf Zanderjagd. Dabei gab es neben schönen Stachelrittern auch zwei Überraschungen, die man nicht jeden Tag in der Elbe fängt.

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander

Tag 1

 

Morgens um 6:00 Uhr war das Boot zu Wasser gelassen und es ging von Oortkaten für das ganze Carnivore-Team, bestehend aus Benny, Mirco, Andi und Jens Richtung Hamburger Hafen. Zum ersten Mal in dieser Zandersaison war es morgens “leicht schattig“ auf dem Wasser. Der Herbst kündigt sich an und die Wassertemperatur ist im Vergleich zu unserem letzten Trip vor zwei Wochen deutlich gesunken.

Bei unserem letzten Trip hatte Jens bereits die Balzer Shirasu Köder getestet. Auch dieses Mal waren die Köder wieder dabei und warteten auf einen erneuten Testtag. Am ersten Spot angekommen, haben wir schnell einige vorsichtige Bisse erhalten, die wir aber leider nicht in Zählbares umwandelten. Doch dann gab es für Jens den ersten richtigen Einschlag des Tages. Der schwarze Shirasu Suki Swimmer mit hellem Bauch in 10 cm Länge hatte in den Tiefen der Elbe einen Abnehmer gefunden. Schnell war klar, dass da kein Zander am Haken hing. Immer wieder nahm der Fisch diverse Meter Schnur und war nur schwer unter Kontrolle zu bringen. Nach 5 Minuten wurden die Fluchten kürzer. Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt den Fisch noch nicht gesehen. Es folgte Schwall auf Schwall an der Oberfläche, aber der Fisch zeigte sich noch immer nicht. Benny tippte als erster auf einen Karpfen. Und siehe da, vor dem Kescher tauchte ein dicker Spiegelkarpfen auf, der den Gummiköder voll genommen hatte. Der erste Kescherversuch glückte und Andi konnte den Karpfen ins Boot holen.

Da uns der Fisch nach einem kurzen Erinnerungsfoto aus Versehen wieder über Bord gefallen ist, haben wir ihn nicht gemessen oder gewogen. ;-) Geschätzt hatte er aber knapp unter 25 Pfund. Was für ein Auftakt!!!! An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass Andi seine GoPro mit dabei hatte. Also können wir hoffentlich bald ein Video von dem Drill zeigen!

Benny legte kurze Zeit später den ersten Zander des Tages auf einen DAM Longhorn Shad nach, danach wurde es ruhig an diesem Spot. Also ging es weiter. An der nächsten Stelle landeten wir schnell einige Fische. Nur leider alle in Kindergarten-Größe. Also blieben wir auch hier nicht lange…

Am nächsten Angelplatz fing Jens einen schönen Zander auf Stint am Fireball-System. Aber auch hier gingen keine weiteren Fische an den Haken. Also testeten wir ein paar neue Plätze. Der Stint an Jens Fireball-System überzeugte auch an diesen Spots.

Wir hatten uns für diesen Tag vorgenommen, noch einen Ausflug auf die Bille zu machen. Also ging es um die Mittagszeit durch die Schleuse Tiefstack Richtung Bille. Barsche und Hechte waren das Ziel. Aber was wir auch probierten, bis auf einen Nachläufer und zwei vorsichtige Anfasser ließ sich kein Räuber sehen. Nach zwei Stunden war das Abenteuer „Bille“ dann für uns erstmal beendet. Aber da das Revier einfach traumhaft aussieht, werden wir sicher noch einen weiteren Anlauf wagen.

Auf der erneuten Suche nach den Elb-Zandern hielten wir noch schnell ein Pläuschchen mit Wolfgang, einem befreundeten Angler aus der Raubfisch Crew Nord, der vom Ufer aus erfolgreich war.

An einer Hafenausfahrt an der Süderelbe konnten wir weitere Fische überlisten. Aber auch hier war schnell klar, dass wir an diesem Tag keinen neuen Stückzahlen-Rekord aufstellen können. Also wurde der Angeltag eher früh beendet und gegen 17:00 Uhr waren wir wieder im Hafen. Abends gab es dann noch frisches Zanderfilet mit Butterkartoffeln. Ein großartiger Tag war wieder viel zu schnell zu Ende.

Tag 2

Nach diversen Absagen konnten sich Mirco und Jens am Sonntag im Boot richtig breit machen. Guter Dinge ging es daher wieder gegen 6:00 Uhr den Zandern entgegen.

Am ersten Spot rappelte es gleich bei Mirco in der Rute. Ein Warrior Tiddler Fast von Fox Rage in der Farbe Salt N Pepper war der Erfolgsköder. Jens setzte wieder auf Naturköder. Auch seine Rute war schnell krumm, ein schöner Fisch in den 60ern hatte sich den Stint schmecken lassen. Der nächste Stint aus der Köderbox fand auch schnell einen Abnehmer. Nachdem Jens dann ziemlich schnell noch Zander Nummer drei in die Kamera halten konnte und Mirco schon überlegte, auch den Köder zu wechseln, war seine Rute richtig krumm. Ein schöner Fisch von ca. 75 cm hatte sich wieder den Warrior Tiddler Fast schmecken lassen.

Dann wurde es ruhiger. Da wir aber noch mehr Fische an diesem Spot vermuteten, fischten wir konzentriert weiter. Mirco bekam wieder einen Biss auf den Gummifisch. Ein gar nicht kleiner Aland kam an die Oberfläche. Der zweite nicht alltägliche Fang an diesem Wochenende.

Jens hatte auch auf Gummiköder gewechselt. Der neue Topköder für Karpfen wurde weiter getestet: Der Shirasu Suki Swimmer in der bisherigen Topfarbe schwarz mit Glitzerpartikeln und hellem Bauch. Auch heute konnte der Köder wieder einen Zander überlisten. Ein schöner Fisch von guten 60 cm hing am Jighaken.

Danach entschlossen wir uns dann doch für einen Spotwechsel. Eine Spundwand brachte den nächsten Zander für Jens. Diesmal war ein Spoon Tail Shad von Nories war diesmal der Erfolgsköder. Auch Mirco konnte noch einen schönen Fisch nachlegen.

Da wir den vorherigen Tag und vor allem die recht kurze Nacht noch in den Knochen hatten, beschlossen wir um die Mittagszeit den Tag zu beenden. Wir hatten schöne Fische gefangen, und das Boot wollte ja auch noch aus dem Wasser geholt werden.

Tight Lines

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