Schleppen & Heringsangeln – Schilksee

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Eine weitere Schlepptour auf Meerforelle und Dorsch stand an. Da aber der Hering in der Kieler Förde angekommen ist, wollten wir auch gleich noch ein paar leckere Silberlinge fangen.

Ort / Gewässer: Schilksee (Kieler Förde), Ostsee
Zielfisch: Dorsch, Meerforelle, Hering

Windstärke 4 - 5 aus West/Süd-West ist in der Kieler Förde kein Problem, wenn man etwas unter Land bleibt. Dazu noch trocken und vereinzelt Sonne – die Wetterprognose war schon mal gut! Also ging es für Andi uns Jens in Hamburg um 5:00 Uhr los Richtung Kiel. Mirco als Kieler hatte nur einen Anfahrtsweg von 15 Minuten und konnte daher schon fast ausschlafen.

Boot in Ruhe fertig gemacht und gegen 7:30 Uhr ging es den Fischen entgegen. Bei 12 m Wassertiefe sahen wir erste Heringsschwärme! Das machte Mut für später, aber erst mal waren Dorsch und Meerforelle das Ziel. Bei 10 m Wassertiefe starteten wir mit sechs Sideplanerruten und zwei Diverruten bestückt mit Rhino Trout Killern und Apex-Blinkern.

Nach ca. 10 Minuten kam der erste Biss bei knapp 8 m Wassertiefe. Ein schöner Dorsch hatte sich den Schlepplöffel geschnappt. Die Dorsche waren in Fresslaune. Im 5 - 10 Minutentakt kamen die Bisse. Alle Dorsche waren randvoll gefressen mit Krebsen, Tobiasfischen und Wattwürmern. Köderfarben und Köderart war an diesem Tag Nebensache. Alle Köder wurden attackiert. Wir fingen auch in allen Tiefen. Sowohl am Sideplaner mit 10 gr Steckblei (Tauchtiefe ca. 1 m) als auch an den Diverruten knapp über Grund kamen die Bisse. Interessant war auch, dass Dorsche, die uns ganz frisch gefressene Krebse vor die Füße spukten, den Köder in Oberflächennähe nahmen. Und das bei immerhin 8 m Wassertiefe. Wir hätten vorher nicht erwartet, dass die Fische die Jagdtiefen so schnell ändern…

Dann löste die Diverrute aus. Jens dachte zuerst an eine Meerforelle, aber dann kam unser erster Köhler (Seelachs) an Bord der Carnivore. Vielleicht bleiben uns diese Gäste ja in der Ostsee länger erhalten, uns wäre es auf jeden Fall recht.

Jens drillte wieder einen Dorsch, da konnten wir eine Meerforelle springen sehen. Auch eine interessante Art der Bisserkennung, die Knarre der Multirolle hatte sich bis dahin nämlich noch nicht bemerkbar gemacht. Wenig später konnte eine schöne Forelle von Mitte 50 cm gekeschert werden.

Bis mittags hatten wir 20 – 30 Dorsche gefangen und beschlossen, jetzt auf Heringsjagd zu wechseln. Die ersten Versuche in der Strander Bucht brachten aber nur vereinzelt Fisch. Erst ein Wechsel an den Rand der Fahrrinne Richtung Falkensteiner Leuchtturm brachte die Wende. Das Echolot zeigte große Schwärme in Grundnähe bei einer Wassertiefe von 15 - 17 m. Trotz der Fischmassen waren die Bisse noch eher verhalten. Selten hing mal mehr als ein Hering auf einmal am Paternoster, was vielleicht an der Wassertemperatur von knapp 6 Grad lag. Ein halbes bis ganzes Grad mehr, dann könnte auch häufiger ein „Full House“ am Heringspaternoster drin sein. Es gelang uns in knapp drei Stunden aber 60 - 70 Silberlinge auf die Schuppen zu legen. Die Durchschnittsgröße war für Frühjahrheringe übrigens sehr beachtlich.

Gegen 15:30 Uhr beendeten wir diesen schönen Angeltag. Die Fische wollte ja auch noch küchenfertig gemacht werden. Dabei noch schnell die besten Heringsrezepte austauschen, Boot aus dem Wasser holen, dann war es auch schon 17:00 Uhr. Ein traumhafter Angeltag mit viel Fisch ging zu Ende.

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