Zander & Waller vom Boot – Hamburg

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Wir waren wieder auf der Elbe unterwegs, dieses Mal an zwei aufeinander folgenden Tagen. Ein fischreiches und abwechslungsreiches Wochenende liegt hinter uns.

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander, Waller

Tag 1

Am ersten Tag trafen wir uns gegen 6:00 Uhr bei Jens. Von hier aus ging es dann direkt zum Boot. Gegen 7:00 Uhr hatten wir das Boot im Wasser und starteten in Richtung Spot Nummer eins. Wir waren darauf eingestellt, dass es entweder ein fischreiches Wochenende wird oder wir um jeden Fisch kämpfen müssen.

Ziel des ersten Tages war, die Stellen zu finden, an denen die Zander stehen. Also entschieden wir uns, es als erstes auf Zander zu versuchen. Das Wasser hatte an diesem Tag um die 16 Grad und die Außentemperatur lag bei ca. 4 Grad in den Morgenstunden. Aber wir Angler sind ja hart im Nehmen, somit schnell die Ruten montiert und die Köder aus den Boxen geholt.

In den ersten Stunden merkten wir schnell, dass die Fische noch nicht so recht in Beißlaune waren. Auch für den Rest des Tages mussten wir um jeden Fisch kämpfen. Jens und Mirco legten am Morgen mit Naturködern in Form von Stinten am Fireball-System los, Andi startete mit Gummiködern. Wie Ihr die Köderfische richtig am Fireball-System montiert erfahrt Ihr in der Rubrik "Wissenswertes". Die Bisse kamen an diesem Wochenende sehr zaghaft. Nachdem wir eine Weile geangelt hatten, erhielt Andi einen guten Biss, leider hing der Fisch nicht. Es muss jedoch ein guter Fisch gewesen sein, denn am Köder hing eine schöne große Schuppe, die auf ein kapitales Exemplar schließen ließ.

Nachdem die Fische nicht so wollten, wie wir es uns gewünscht hätten, entschieden wir uns eine Weile auf Waller zu fischen. Also gegen 11:00 Uhr ab zum nächsten Spot und die Wallerruten montiert. Auch hier setzte Andi erst einmal auf Kunstköder um seine Kombo zu testen. Erst am Freitag besorgte er sich noch die neue Berkley Skeletor Series One, die in Kombination mit der Shimano Calcutta auch als Bodden-Tackle dienen soll. Jens und Mirco setzten auch in diesem Fall erst einmal auf Natürköder und boten im Mittelwasser ein frisches Tauwurmbündel an.

Nach kurzer Zeit mussten wir feststellen, dass die Waller heute nicht so recht in Beißlaune waren. Der eigentliche Grund für unseren nächsten Spotwechsel war jedoch, dass wir an dieser Stelle „angeblich“ nicht fischen durften. Einige Tage zuvor hieß es noch 35 m Abstand bitte. Naja, die vernünftigen und freundlichen Angler geben natürlich gerne nach, und es ging wieder auf Zander an den nächsten Spot. Am nächsten Spot versuchten wir dann erneut unser Glück. Hier sollten wir nun auch die ersten Erfolge verzeichnen dürfen. Als erstes landete ein Brassen im Kescher, schnell abhaken und weiter. Jens angelte weiterhin mit dem Fireball-System, denn wir hatten es auf große Fische abgesehen. Wir staunten nicht schlecht, als Jens kurz davor war seinen Köder an Bord zu holen und sich die Rute plötzlich im Halbkreis bog. Knapp unter der Wasseroberfläche hatte ein Rapfen von guten 60 cm Länge den Köderfisch verschlungen.

Nach diesem Erfolgserlebnis hieß es dann erst einmal Kaffee- & Kuchenpause. Frisch gestärkt ging es dann kurz nach der Mittagszeit an die nächsten Spots, denn die Ausbeute hielt sich bis zu diesem Zeitpunkt noch in Grenzen. Am nächsten Spot angekommen, fanden wir nun auch die ersten Fische und erhielten einige Bisse. Für Mirco war es nun auch endlich Zeit seine neue Vertical-Kombo einzuweihen, die er sich am Tag zuvor gemeinsam mit Andi gekauft hatte. Der erste Fisch war ein kleiner Barsch auf das neue Tackle, bestehend aus einer Greys Prowla Platinum Specialist BC & einer Abu Garcia Revo Winch. Einen Moment später konnte er dann auch noch einen kleinen Zander zum Anbiss überreden.

Tag 1 neigte sich dem Ende und somit entschlossen wir uns gegen 17:00 Uhr den Heimweg einzuschlagen, schließlich sollte es am nächsten Tag gleich wieder losgehen. Also alles verstaut und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Tag 2

Auch Tag Nummer 2 startete wieder früh. Gegen 6:00 Uhr ging es für alle los Richtung Boot. An diesem Tag sollte uns mal wieder ein Gastangler begleiten. Andis Bruder Martin leistete uns an diesem Tag Gesellschaft und das Boot war inkl. Tackle voll belegt.

Gegen 7:00 Uhr starteten wir in Richtung des ersten Spots. Wir haben uns an diesem Tag dazu entschieden, gezielt auf Zander zu fischen. Da wir am Tag zuvor den einen oder anderen Spot gefunden hatten, an denen die Zander standen, hofften wir darauf, dass Sie mehr in Beißlaune waren als am Vortag. Das Wasser hatte am ersten Platz eine Temperatur von 14.5 Grad und die Außentemperatur lag gefühlt bei minus 10 Grad, da der Wind etwas aufgefrischt hatte.

Wie auch am Tag zuvor setzte ein Teil der Truppe auf Naturköder der andere Teil auf Gummifische. Wir fischten an diesem Tag unter anderem die Swing Impacts von Keitech in unterschiedlichen Farben, die jedoch zum großen Teil eher gedeckt waren. Aber die Farbe sollte auch an diesem Tag eine eher sekundäre Rolle spielen.

Am ersten Spot angekommen, merkten wir erneut, dass wir uns in Bezug auf Bisse nicht beklagen konnten. Die Zander nuckelten fleißig an unseren Ködern. Doch die meisten Anhiebe gingen ins Leere. Am frühen Morgen konnten Andi und Jens zumindest die ersten Zander an Bord zaubern, die jedoch noch nicht das erhoffe Kaliber hatten.

Aufgrund der etwas besseren Fänge und der Vielzahl an Bissen waren wir guter Dinge. Also erst einmal eine Kaffepause und auch an diesem Tag ein Stück leckerer Kuchen, den uns Jens' bessere Hälfte noch am Freitag gebacken hatte, vielen Dank hierfür!!!

Nach der Pause ging es dann weiter, um noch den einen oder anderen Stachelritter an Bord zu zaubern. Kurze Zeit später erhielt Andi dann einen schönen Biss auf seinen Gummifisch. Leider knarrt die Rolle nicht so schön beim Drill doch die Rute bog sich in einem Halbkreis der auf ein guten Stachelritter hoffen lies. Wir mussten sogar gegen den Strom anfahren, da der Fisch einfach nicht zu bändigen war. Am Ende eines schönen Drills zauberte ein 82er Zander Andi ein Lächeln aufs Gesicht. Sein Tag war gerettet und ein dickes Petri für diesen Fisch, der alle wieder hoffen lies, dass noch mehr solcher Fische in der Elbe schwimmen.

Kurze Zeit später konnte auch Jens noch einen schönen Zander fangen, und Andi legte noch einen Barsch oben drauf.

Das Highlight des Tages war jedoch ein Biss auf der Rute von Andi’s Bruder Martin, er möge uns an dieser Stelle verzeihen, dass wir ihn den Rest des Tages mit dieser Aktion aufgezogen haben.

Wir hatten im Laufe des Tages einige Hänger am Grund und um die Mittagszeit erhielt Martin einen schönen Biss auf seine Rute, er setzte den Anhieb. Doch nichts tat sich. Die Vermutung lag nah, dass es ein Hänger war und gab die Rute zum Lösen an Andi weiter. Es muss sich hierbei um einen richtig guten Fisch gehandelt haben,da Andi nur noch zwei kräftige Kopfstöße spürte und der Fisch sich aufgrund der losen Schnur befreien konnte. Auch wenn wir den Fisch leider nicht zu Gesicht bekommen haben, muss dies wohl eine richtige Wuchtbrumme gewesen sein.

Kleiner Tipp am Rande, geht immer erst einmal von einem FIsch aus und haltet Spannung auf der Schnur. Einen Köder kann man ersetzen, aber über einen verlorenen Fisch kommt man so schnell nicht hinweg.

Kurze Zeit später konnte Martin dann doch noch seinen erhofften Stachelritter fangen und auch Mirco konnte nach einigen Fehlbissen noch einen Stachelritter an Bord zaubern.

Im Anschluss entschlossen wir uns noch die ein oder andere Stelle aufzusuchen. Doch aufgrund des starken Windes haben wir keine vernünftige Drift mehr mitnehmen können. Wir entschlossen uns somit frühzeitig aufzubrechen, um keine Probleme beim Slippen aufgrund des Niedrigwassers zu bekommen. Dennoch können wir auf zwei schöne Angeltage mit traumhaftem Wetter zurückblicken.

Bis demnächst am Wasser & Tight Lines

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