Zanderangeln vertikal – Hamburg

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Es gibt Tage, da verzweifelt man wegen der Zickigkeit der Stachelritter. Und es gibt Tage wie diesen!!!

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander

Heiko und Jens trafen sich an diesem traumhaften Herbsttag im Hafen zur Zanderjagd. Das Boot lag schon im Wasser, also schnell Leinen los und ab auf die Elbe.

Jens wollte Heiko gerade mit den Topködern der letzten Wochen ausstatten, da lag schon ein leichter Knobiduft über dem Boot. Heiko hatte sich nämlich bereits mit den Hamburger Stinten vom Angelcenter Vögler eingedeckt.

Am ersten Spot tat sich zu Beginn aber wenig. Immer mal einen Kontakt, aber so richtig wollten die Stachelritter noch nicht. Da wir aber vollstes Vertrauen in den Spot hatten, fischten wir eisern weiter. Jens konnte dann endlich einen kleinen Zander auf den 13 cm Hamburger Stint in braun überlisten.

Dann hatte Heiko Fischkontakt. Nach der ersten rabiaten Flucht war aber schnell klar, dass das kein Zander sein konnte. An die Oberfläche kam ein fetter Brassen. Na toll, ein schöner Biss aber leider ein schleimiger Geselle.

Dann war Heiko´s Rute wieder krumm. Heiko fluchte schon, weil er wieder einen Brassen vermutete. Aber nach den ersten kräftigen Kopfstößen wurde es leicht hektisch im Boot. Jens machten den Kescher klar und darin landete ein richtiges U-Boot. Ein Stachelritter von genau 88 cm lag in den Maschen. Ein neuer PB für Heiko und ein Freudenschrei hallte über die Elbe. Der Fisch hatte den grünlichen Hamburger Stint in 13 cm voll inhaliert.

An den Haltungsnoten beim Erinnerungsfoto muss Heiko zwar noch etwas arbeiten, aber der Fisch war auch soooo glitschig, dass er aus Versehen schnell wieder ins Wasser fiel.

Nach zwei kleineren Fischen wechselten wir dann den Spot. Aber auch wenn wir in den letzten Tagen hier schöne Fische fangen konnten, gab es heute nicht einen Zupfer. Nur die Laube an der toten Rute wurde attackiert. Leider blieben die Fische aber nicht hängen. Dann hatte Heiko den nächsten Einschlag. Leider stieg der Fisch aber wieder aus, wir tippen auf einen Stachelritter in den 70ern…

Ein weiterer Spotwechsel brachte wieder einen halbstarken Zander bei Jens auf den braunen Gummi-Stint. Heiko hatte kurz darauf den nächsten Kontakt mit einem Großfisch. Aber auch der ging leider verloren. Jedoch waren die Dicken heute beißwillig. Jens wechselte auf einen "echten" Stint am Fireball-System, der schon oft gute Fische gebracht hatte. Gerade bei zickigen Fischen bleibt an diesem System mit natürlichem Köder eher noch mal ein Fisch hängen!

Nach einem weiteren Platzwechsel wurde Jens' Rutenspitze dann brutal unter Wasser gerissen. Der Fisch nahm gleich Schnur, und Jens' brettharte Sword-Rute verneigte sich im Halbkreis: Das war ein richtig Guter!!!! Nach bangen Minuten konnte Heiko den Fisch keschern. Das Maßband zeigte 91 cm. Was für ein Tag! Was für ein Fisch! Und auch dieser Zander war ziemlich glitschig…

Erst mal einen Kaffee zum Nerven beruhigen und den Tag der Tage dieses Jahr einfach genießen! Einfach genial!

Den Rest des Tages konnten wir noch einige Fische bis Ende 60 cm fangen. Und mit breitem Grinsen ging es gegen 16 Uhr wieder in den Hafen! So einen Tag erlebt man auch an der Elbe nicht oft! Vielleicht auch wirklich nur einmal im Anglerleben!!!!

Tight Lines

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