Zanderangeln vertikal – Hamburg

von

Nicht so beissfreudige Stachelritter und am zweiten Tag ein paar Highlights sorgten für Abwechslung (und ja, Highlights müssen nicht immer positiver Natur sein).

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander

Tag 1

Am Samstag sollte es ziemlich mieses Wetter geben. Also Regensachen eingepackt und um 6:00 Uhr Treffen an der Slippe abgemacht. Andi und Jens holten das Boot, Heiko kam direkt in den Hafen. Mit Heiko hatten wir an diesem Tag einen weiteren stolzen Kaasboll Boot Fahrer dabei.

Jens hatte schon eine böse Vorahnung. Er war mit Heiko schon ein paar Mal los. Und aus irgendeinem unerfindlichen Grund, hat der Fischgott wohl etwas gegen die Kombi aus beiden. Die zwei Schlepptouren Anfang des Jahres waren nicht berauschend und das Hechtangeln am Bodden endete mit einem einzigen Mini-Hecht. Und wie befürchtet, so richtig Werbung konnten wir für das Vertikalangeln an diesem Tag leider nicht machen…

Am ersten Spot angekommen schauten wir erst mal ungläubig auf das Echolot. Dort wo die letzten Wochen die Fische gestapelt standen, war jetzt eine Fischwüste. Also hieß es suchen. Am dritten Spot hatten wir die Fische dann gefunden. Das hieß aber noch lange nicht, dass die Zander auch beißen wollten. Es dauerte ziemlich lange, bis Andi den ersten Stachelritter überreden konnte. Topköder an diesem Tag: No-Action. Das hatten wir zu Beginn der Saison auch noch nicht erlebt.

In den nächsten Stunden hakten wir immer mal wieder einen Fisch. Die vielen Fehlbisse zehrten aber an unseren Nerven! Dann aber war Jens Rute richtig krumm. Aber auch hier war der Fischgott heute leider gegen uns. Kurz unter der Oberfläche stieg der Fisch aus… Man kann nicht immer Sieger sein.

Andi und Jens konnten bis Mittag immerhin ein paar Fische fangen. Auch zwei Kuriositäten waren wieder dabei. Zwei Brassen von ca. 20 cm hatten die Gummifische voll genommen. Heiko hatte bei seinem ersten Vertikalangeln aber einen undankbaren Tag abbekommen. Gegen Mittag konnte er jedoch auch stolz den ersten Fisch in die Kamera halten. Und auch Nummer zwei wurde recht schnell nach dem Ersten verhaftet.

Leider wurden die wenigen Bisse, die wir vormittags bekamen zum Nachmittag noch weniger. Aber immerhin erlebten wir bis auf Schnee wettertechnisch so ziemlich alles. Strahlende Sonne, dazu Regen, Starkregen, sehr starker Starkregen und Hagel – alles war dabei!

Am frühen Nachmittag beendeten wir dann den überschaubaren Tag. 12 Fische waren das Ergebnis. Keine Katastrophe aber wir hatten schon bessere Tage.

Tag 2

 

Wir starteten um 5:00 Uhr früh in Oortkaten. Das Boot lag noch von gestern im Wasser. Also nur kurz Köderkisten und Ruten bereitstellen, Gäste einsammeln und los ging es. Da wir am Vortag "nur" 12 Zander ins Boot holten, waren wir umso motivierter das Ergebnis zu verbessern. Unsere "Gäste" Philipp und Stefan waren bis in die Haarspitzen motiviert, was den Druck erst mal nicht geringer werden ließ. Stefan ist schon ein alter Hase an der Vertikalrute, er war schließlich schon zum dritten Mal dabei. Philipp hingegen war zum ersten Mal zum Vertikalangeln auf Zander unterwegs und stellt normalerweise eher den Lachsen, Meerforellen und Dorschen nach. Mal sehen, ob wir die Erwartungen erfüllen konnten. Das Carnivore-Duo bestand im Übrigen heute aus Käptn Jens und dem 2. Bootsmann Benny…

Am ersten Spot angekommen waren die Fische schnell gefunden. Philipp wurde noch kurz eingewiesen und dann ging es los. Das feine Vertikalstöckchen von Philipp glänzte in einem Traum von blau und lila. Die neue Daiwa Viento sollte auch ausreichend Power für unsere Elbzander haben. Doch da hatte die Rute die Rechnung ohne Philipp gemacht. Erster Biss, erster Anschlag… Die Rute flog im hohen Bogen durchs Boot. Philipp konnte die Rute so gerade eben noch vorm Wasser wieder auffangen. Der Fisch hing noch, doch durch den spitzen Winkel der Schnur zur Rute gab es ein kleines Knack und die Spitze war gebrochen. So ein Mist… Der Fisch war auch weg. Harter Einstieg in das Vertikalangeln. Jens und Benny haben jedoch immer Ersatzruten im Boot, da es immer wieder ein paar Spezies gibt, die gern mal eine Rute crashen. Wir nennen hier mal keine Namen. Entsprechende Personen wissen schon Bescheid… (Highlight 1).

Zurück zum Angeln. Zwischenzeitlich erwischte Stefan die ersten Zander in "Stoltenberg-Größe". Dazu sei gesagt, dass Philipp die kleinen Zander so taufte. Stefan heißt mit Nachnamen Stoltenberg. Es sollten noch so einige Stoltenberg-Zander bei Stefan folgen.

Philipp kam mit seiner Ersatzrute auch gut zurecht, so dass auch er die ersten Zander fing. Und die waren besser. So zwischen 50 und 60 cm. Petri Heil nochmal!

Jens und Benny hielten sich zurück. Sie ließen wieder den Gästen den Vortritt. Philipp bekam einen starken Einschlag an der Strömungskante zum Hauptstrom. Die Vertikalrute krümmte sich gen Wasseroberfläche. Starke Kopfstöße und das am Grund bleiben des Fisches ließen uns ein gutes Exemplar vermuten. Plötzlich war die Schnur schlaff. Aber der Fisch war nicht ausgestiegen, sondern die Hauptschnur war gerissen (Highlight 2). Selbstverständlich war der Ärger groß. Da es sich bei dem Ersatzgerät um eine Rute von Benny handelte, lag der Verdacht schnell nach, dass eine Manipulation vorlag. Dieser Verdacht hielt auch den ganzen Tag an. Natürlich scherzhaft. An dieser Stelle möchte ich mich persönlich nochmal bei Philipp für diesen Fauxpas entschuldigen. Die Schnur ist bereits getauscht.

In der Folgezeit konnten wir bis ca. 10:30 Uhr 21 Fische fangen. Dann wechselten die Gezeiten und wir den Platz. Mit Erfolg. Die sechs größten Fische kamen von dem zweiten Spot. An diesem blieben wir auch den restlichen Angeltag.

Jens konnte an diesem Spot den größten Stachelritter des Tages fangen. Mit 74 cm ein stattlicher Zander (Highlight 3). Gefangen auf einen Stint am Fireball-System. Leider streikte die Kamera und die Erinnerungsbilder sind weg! Schon vorher hatte Jens stetig Bisse bekommen, jedoch war es auch heute wieder sehr schwierig, diese entsprechend zu verwandeln.

Ergebnis des Tages: Jens und Benny: 5 Fische, Stefan und Philipp: 22 Fische. Im Gegensatz zu anderen Booten, die wir auf dem Wasser trafen, war dies scheinbar eine super Ausbeute.

Es war ein lustiger Tag, der noch mit einem kurzen Plausch mit Stefan Kadner von Zanderangeln-Hamburg in Oortkaten endete.

Bis zum nächsten Mal. Tight lines…

 

Bei Fragen wendet Euch gern per Mail oder Nachricht über Facebook an uns. Wir beantworten gern die Fragen und geben auch konkrete Tipps zu Ausrüstung, Ködern etc. Konkrete Spots werden wir nicht verraten, weil man sich diese hart erarbeiten muss. Aber wir geben gern Hinweise wonach man schauen muss, um einen guten Spot auszumachen. Ob vom Ufer oder Boot.

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