Trolling Lübecker Bucht

von

Zwei Tage fischen in Neustadt standen auf dem Plan und waren außerordentlich erfolgreich!

Ort / Gewässer: Neustadt, Ostsee
Zielfisch: Dorsch, Meerforelle

Endlich war der Sturm vorbei und zwei ruhigere Tage standen an. Also ging es früh von Hamburg Richtung Neustadt. Das Boot war schnell geslippt und mit dem ersten Tageslicht ging es Richtung Fisch. Die Welle war noch ordentlich hackig und Hebel auf den Tisch legen daher keine Option. Aber auch langsam kommt man ans Ziel. Die Ruten waren schnell ausgelegt und der erste Kaffee eingegossen. Da klingelte auch schon das Handy. Irgendjemand hatte seine Technik zu Hause vergessen und ohne Autopilot alleine im Boot, stößt selbst der erfahrenste Trollingangler an seine Grenzen. Also Ruten räumen und ab zurück in den Hafen. Sven war schnell eingesammelt und ein Thema für doofe Sprüche hatten wir auch!

Die Ruten waren zu dritt natürlich schneller ausgelegt und der nächste Kaffee war eingegossen. Aber zum Austrinken kamen wir nicht, das erste Brettchen sauste los und Jens konnte die erste Forelle des Tages verhaften. Ein wunderschöner Fisch in den 60ern hatte die Laube an der Oberfläche genommen. Und es war nicht der letzte. In schöner Regelmäßigkeit kam Fisch an Bord.

Dann knarrte es wieder energisch. Wieder hatte einer der ganz flach laufenden Köder zugeschlagen. René musste sich ordentlich in Zeug legen, um den Dorsch weit in den 90ern in den Kescher zu bekommen. Dann eine kleine Überraschung, der Ostsee-Leopard hatte nur ein Auge. Trotzdem war der Fisch außerordentlich gut genährt.

Das Highlight des Tages sollte aber noch kommen. Es dämmerte bereits als wieder mal eine ganz flach laufende Laube voll genommen wurde. Jens drillte die Forelle des Tages und Sven gab sich beim Keschern keine Blöße. Im Kescher landeten 72 cm traumhaftes Silber, die Krönung eines traumhaften Tages.

Am nächsten Tag ging es für Jens und René noch mal aufs Wasser. Schon beim Rutenauslegen wurde klar, dass dieser Tag deutlich anstrengender wird als der letzte. Schleppfischer dürften in der Bucht unterwegs gewesen sein. Große Krautbüschel teilweise noch mit Wurzel trieben im Wasser. Also war regelmäßige Rutenkontrolle angesagt.

Der Tag war bereits nach einigen Minuten gerettet. Genauso wie am Tag zuvor brachte eine Laube zusammen mit einem kleinen Rhino-Baitholder eine wunderschöne Forelle in den 60ern landete im Kescher. Was für ein Auftakt!!!

Bei wenig Wind aber mit ziemlich kalten Fingern fingen wir in ziemlich schöner Regelmäßigkeit gute Fische. Wie am Vortag brachten flach angebotene Köder die meisten Kontakte. Die kleinen Rhino-Baitholder waren unschlagbar und langsam gingen uns die Köderfische aus.

Als wir schon den Heimweg eingeschlagen hatten, kam auf die letzte Laube wieder ein Kontakt an der Wasseroberfläche. Jens nahm die Rute auf und erhöhte den Druck. Sofort schraubte sich die Forelle in voller Länge aus dem Wasser. Der Fisch hatte richtig Dampf und legte vorm Kescher noch einige Fluchten hin. Aber auch hier zeigte sich wieder ein riesen Vorteil der Köderfisch-Systeme. Die kleinen Drillinge sind direkt an die Vorfachschnur gebunden, der Fisch hat anders als bei Blinkern keine Chance sich auszuhebeln. Und so landete der krönende Abschluss des Tages sicher im Kescher. Ein kugelrunder Silberbarren weit in den 70ern lag im Boot. Ein unglaublicher Abschluss des Tages.

Tight Lines

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