Trolling – Rügen

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Traumhafte Bedingungen zum Start in die Lachssaison. Da gab es kein Halten, Auto packen, Boot anhängen und los ging es! Ein traumhaftes Wochenende war der Lohn!

Ort / Gewässer: Rügen, Ostsee
Zielfisch: Lachs

Endlich war es soweit, der erste Lachsausflug der neuen Saison stand an. Ein verlängertes Wochenende sollte es nach Rügen gehen. Der Windgott schien es auch tatsächlich gut mit uns zu meinen.

Das Boot hatte Jens abends schon ins Wasser geschubst, daher konnte es am Freitagmorgen gleich losgehen. René, sein Papa Norbert und Jens waren heiß! Jens ganz besonders, denn das neue Boot hatte ja noch keinen Lachs gesehen.

Die Ruten waren schnell ausgebracht und die ersten Futterfischschwärme auf dem Echolot ließen uns noch kribbeliger werden. Aber erst mal tat sich nicht viel. Gegen Mittag konnten wir dann eine stattliche Meerforelle von 72 cm im Boot begrüßen. Ein toller Beifang. Auch Meerforelle Nr. 2 kam kurz darauf ins Boot, aber leider aus der Kinderstube.

Dann kreischte eine Bremse auf. René hatte die Rute schnell in der Hand. Aber leider war der Spuk auch genauso schnell wieder vorbei. Wenig später war Jens dran. Aber auch hier das gleiche Spiel. Rute in der Hand, Lachs weg. Ärgerlich, aber auch der Fisch muss mal Sieger sein.

Am nächsten Tag ersetzte Bengt Norbert. Wieder ging es mit der ersten Dämmerung raus. Und leider das gleiche Spiel wie am Vortag. Von den vier Lachskontakten wollte keiner hängen bleiben… Das waren jetzt definitiv zu viele Aussteiger. Abends wurden einige Blinker auf Einzelhaken umgerüstet. In der Theorie sollte der Fisch, der einmal gehakt war, dann auch am Haken bleiben, weil es viel schwieriger ist, einen Einzelhaken auszuhebeln.

Am nächsten Tag legten Bengt und Jens aber erst mal einen Hechttag ein. Halbwegs ausschlafen und dann im flachen Wasser mit weightless Baits auf Schnappis sollte etwas Abwechslung bringen.

Jens hatte gleich einen richtig dicken Nachläufer, der den Meter wohl deutlich überschritten hätte. Aber die Fischerei ist derzeit nicht einfach und der Fisch drehte kurz vorm Boot leider ab. Wir sahen immer wieder Fische in dem klaren Wasser, aber beißen wollte leider keiner.

Dann bekam Jens aber doch noch eine brutale Attacke! Sein Real Eel hatte einen Abnehmer gefunden. Ein traumhaft gezeichneter Fisch konnte von Bengt sicher gelandet werden. Immerhin nicht Schneider.

Abends hieß es dann den nächsten Tag vorbereiten. Windstärke drei klang ziemlich perfekt! Und so ging es am nächsten Morgen mit René wieder auf die Ostsee raus. Es dauerte auch gar nicht lange, da ging die erste Bremse los. Eine schöne Forelle hatte den Köder genommen. Ihr folgten auch gleich noch zwei weitere. Unglaublich, wie viele Forellen da draußen derzeit unterwegs sein müssen.

Aber dann zog ein Brettchen nach hinten ab. Der erste Lachskontakt des Tages! Und siehe da, der Einzelhaken hing sicher im Maulwinkel und Jens konnte den Fisch sicher keschern. Es ist doch immer wieder toll, wenn sich Überlegungen auszahlen!

Wenig später sauste dann wieder ein Brettchen nach hinten und Lachs Nr. 2 war im Drill. Auch hier hing der Einzelhaken sicher! Nach dem Fisch ging es dann Richtung Hafen. Die Tage sind leider noch viel zu kurz!

Am nächsten Tag war neben Rene auch Norbert wieder mit dabei. Bengt musste leider wieder ins Büro. Brötchen wollen ja auch verdient werden.

Am vorherigen Tag hatten wir schon mit viel Kraut zu kämpfen aber heute war es fast unerträglich. Alle 20 Minuten wurden die Ruten kontrolliert. Bis zum Mittag konnten wir trotzdem keinen Kontakt verzeichnen. Dann kreischte aber eine Bremse auf. Der Fisch ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er nicht der kleinste war. Norbert drillte und René und Jens räumten die Downrigger-Ruten. Alles ging gut und Jens konnte einen tollen Fisch sicher keschern.

Danach kehrte Ruhe ein. Als wir schon langsam an die Rücktour dachten ging alles ganz schnell. Eine Downrigger-Rute schnellte nach hinten. Als Jens die Rute gerade in der Hand hatte, ging die zweite Rollenbremse los. Doublehook! Norbert und Jens drillten, René versuchte die Ordnung im Boot halbwegs aufrecht zu erhalten. Aber auch hier war das Glück auf unserer Seite und beide Fische landeten sicher im Kescher!

Der Tag war ein Traum und wir beschlossen daher Feierabend zu machen. Für Jens ging es noch mit dem Boot zurück nach Hamburg.

Tight Lines

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