Trolling Rügen

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Schnee, Sonnenbrand, Sturm und Ententeich: Bei vier Tagen Lachsangeln hatten wir alles dabei.

Ort / Gewässer: Rügen, Ostsee
Zielfisch: Lachs

 

Endlich, die Windprognose war für mehrere Tage konstant. Boot an den Haken hängen und ab ging es nach Rügen. Da allerdings niemand der Stammbesatzung Zeit hatte, ging es am Dienstag für Jens alleine Richtung Lachs. Kurz nach sechs Uhr war das Boot startklar und ab ging es den Lachsen entgegen.

Die Ruten waren bei wenig Welle schnell ausgelegt und die ersten Futterfischwolken erschienen auf dem Echolot. Mit den Bedingungen zufrieden gab es erst mal einen Kaffee. Austrinken war aber nicht, die erste Bremse kreischte los. Ein Köderfisch am Rhino Baitholder an der Tauchscheibenrute hatte einen Abnehmer gefunden. Nach knapp 20 Minuten war der[ Fisch am Boot. Jens machte sich gerade für die Landung bereit, als die zweite Bremse knarrte. Nachdem der erste Fisch gelandet und versorgt war, griff sich Jens die zweite Rute. Der Fisch war noch da und konnte auch zügig gelandet werden. Was für ein Auftakt. Der Fisch kam auf die Sideplaner-Rute mit 25 gr Rhino-Steckblei und einem XL Lax-Spoon in der Farbe "Old Witch".

Mit dem Tag komplett zufrieden setzte Jens den Kurs Richtung Heimat. Und wie es an solchen Tagen läuft, Lachs Nummer drei schnappte sich den "Swedish Dream" Lax Spoon. Auch dieser Fisch konnte sicher gelandet werden und um 13 Uhr gab es ein Bierchen im Hafen.

Am nächsten Tag war René mit dabei. Die Kleinfische waren schnell gefunden und die Ruten ausgebracht. Heute standen die Fische ausnahmslos tief. Die Farbe "Super Shiner" am Downrigger ist dabei eine echte Fangmaschine. Wieder landeten drei Fische im Boot von denen zwei den Meter locker knackten.

Tag drei begrüßte uns mit einer ziemlich steifen Brise. Naja, hilft ja nix, wenigstens mal aus dem Bodden gucken... Bei beeindruckenden Wellenbergen legten wir die Ruten trotzdem aus. Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis die Brettchenrute mit 45 gr Rhino-Steckblei wurde brutal nach hinten gerissen. Wir räumten alle Ruten, da der Drill bei den immer höher werdenden Wellen und einer reinen Drift von 2.5 kn alles andere als einfach war. Aber alles ging gut. Mit einem eingespielten Team-Work landete auch dieser 1.06 m lange Fisch sicher im Boot. Danach mussten wir leider abbrechen, da die Wellenberge einfach zu hoch wurden.

Am Morgen des letzten Tages hatte der Wind merklich nachgelassen. Pünktlich um sechs Uhr ging es den Lachsen entgegen. Die Ruten waren wieder schnell ausgelegt und die Suche nach dem Futterfisch begann wieder. Kurz darauf war der Wind gänzlich eingeschlafen und wir fuhren auf einem Ententeich. Alles andere als perfekte Bedingungen... Gegen Mittag dann doch das ersehnte Geräusch. Die Bremse der Diverrute kreischte los und René drillte den ersten Fisch des Tages. EIn schöner Sporti, der sich den "Gold Green Dolphin" Lax-Spoon einverleibt hatte, landete kurz darauf sicher im Kescher. Per Funk kurz bei Stefan Bescheid gegeben, der darauf Kurs auf unseren Spot nahm. Ziemlich genau dort konnte er daraufhin einen tollen Fisch auf den "Super Shiner" Lax-Spoon verhaften. So funktioniert Lachsangeln!!!

Für uns war es trotz toller Futterfischanzeigen der einzige Kontakt des Tages. Ein traumhafter Trip ging viel zu schnell zu Ende.

 

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