Trolling Rügen

von

Sonnenbrand statt Schnee und Eis: Endlich ist der Frühling da! Und als Krönung auch noch eine tolle Fischerei!

Ort / Gewässer: Rügen, Ostsee
Zielfisch: Lachs

 

Nach Wochen mit viel Wind und/oder Eis scheint endlich der Frühling gekommen zu sein. Die Trolling Sachen waren schnell im Auto verstaut und ab ging es Richtung Rügen.

Nach einer sehr kurzen Nacht waren René und Jens bereits im ersten Morgengrauen auf dem Wasser. Jede Minute wollte genutzt werden, denn viele Infos zu Fängen gab es nicht. Wir beschlossen, erst mal die flache Nummer zu fahren und starteten bei 30 m Wassertiefe.

Heringe und Sardinen an den Rhino-Köpfen und kleinere Bleche wie der Rhino Mag Spoon sollten die Fische überzeugen. Wir setzten auf kleine Köder mit leichten Einzelhaken, die auch bei langsamer Fahrt verführerisch laufen, da das Wasser immer noch recht kalt war und wir deshalb mit eher inaktiven Fischen rechneten.

Futterfische waren schnell gefunden allerdings blieben Bisse leider aus. Aber die Tage sind ja lang und wir hatten also genügend Zeit, den Kurs Richtung tiefes Wasser einzuschlagen.

Gegen Mittag hatten wir dann Wassertiefen mehr als 40 m erreicht. Und endlich kreischte auch eine Bremse auf. Ein schöner Fisch hatte die Sardine am Brettchen mit 45 Gr beschwert voll genommen. Nach einigen tollen Fluchten konnte Jens den Fisch sicher keschern.

Die Rute war schnell wieder ausgebracht und wir nahmen wieder Kurs auf den Erfolgs-Spot. Fast auf dem gleichen Punkt knarrte die nächste Bremse los. Wieder war es die Brettchen Ruten mit 45 Gr. Diesmal allerdings auf der anderen Seite und der einzige größere Köder, den wir fischten, hatte zugeschlagen. Beim Ausnehmen der Fische stellte sich aber schnell raus, dass wir mit kleineren Ködern nicht so falsch liegen konnten. Die Fische hatten wenig gefressen und die Heringe, die wir im Magen finden konnten, waren fingerlang.

Mit zwei Fischen war der Tag komplett gelungen und wir machten zeitig Feierabend, um noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.

Am nächsten Tag starteten wir wieder früh. Wir fuhren die Ecke des Vortages an. Bei nicht mal gekräuseltem Wasser und nicht einer Wolke am Himmel, brachten wir die Ruten aus. Das Wasser war sehr klar, allerdings stelle sich schnell raus, dass die Wassertemperatur stark schwankte. Also konzentrierten wie uns auf die warmen Bereiche.

Es dauerte auch gar nicht lange, da fand eine Sardine am Brettchen mit 25 Gr einen Abnehmer. Ein schöner Küchenfisch in den 80ern landete im Kescher. Silber im Boot, der Tag war gerettet.

Pünktlich zum Mittagessen meldete sich dann die Brettchen-Rute mit 25 Gr und einen Mag Spoon. Der Fisch nahm in der ersten Flucht sofort 200 ft Schnur. Schnell war klar, dass hier etwas Besseres am Haken hing. René geriet auch ganz schön ins Schwitzen aber auch hier ging alles gut und der Meter war geknackt.

Mittlerweile war es Mittag geworden und wir legten die nächste Schicht Sonnencreme nach. Der nächste Fisch kam dann auf Rigger. Ein 65er Lachs hatte sich irgendwie den 20 cm Hering einverleibt und versuchte jetzt den Rigger auszulösen. Auch der Fisch war schnell gelandet.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Ein Kontakt auf der Tauchscheibe blieb leider nicht hängen und auch eine Kanone auf den Michael Jackson Flasher stieg leider nach kurzem Drill aus.

Dafür begrüßten wir Fisch Nr. 4 im Boot bzw. am Boot. Ein 40 cm Lachs wurde schonend abgehakt und mit besten Grüßen an die Familie released. Die mussten dann auch prompt ausgerichtet worden sein, denn schon löste der Rigger aus. Ein weiterer schöner Fisch in den 80ern landete sicher im Kescher. Was für ein Tag!!!

Wenig später machten wir Feierabend. Das warme Wasser hatte sich verteilt und wir mehr als genug Fisch gefangen. Und außerdem räumt es sich das Boot im Hafen viel besser im Hellen auf.

 

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