Trolling – Rügen

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Null Wind, null Welle und Sonne: Perfekte Bedingungen auf Lachs sehen anders aus, aber manchmal braucht man auch etwas Glück!

Ort / Gewässer: Rügen, Ostsee
Zielfisch: Lachs

Nachts um 2:00 Uhr ging es in Hamburg los. Angler haben schon echt ein Rad ab!!! Die Fahrt bis Stralsund verlief problemlos für Rene und Jens. Im letzten Dorf vor Rügen wurde dann noch schnell Norbert aufgesammelt, der seinen ersten Lachs fangen wollte.

In Hamburg war noch dichter Nebel, der sich auf der Fahrt verzogen hatte. Auf dem Weg zum Hafen wurde die Sicht aber wieder schlechter. Gott sei Dank sah es im Hafen aber wieder gut aus. Also schnell das Boot geslippt und das Tackle fertig gemacht. Dann noch ein kurzer Schnack mit befreundeten Mitanglern, die auch heiß waren.

Gegen 7:00 Uhr waren wir dann auf dem Wasser. Mit 20 Knoten ging es den Lachsen entgegen. Bei 35 m Wassertiefe brachten wir die Köder aus. Da die Heringe derzeit die Hauptnahrung der Fische darstellen, kamen die großen Rhino Lachs Spoons zum Einsatz.

Das erste Ärgernis des Tages. Der eine Downrigger streikte. Also das Wundermittel WD 40 auf die Kontakte und erst mal zwei zusätzliche Brettchenruten ausgebracht.

Es dauerte auch gar nicht lange, da ertönte die erste Knarre. Aber leider war der Spuk auch schon vorbei, bevor Rene die Rute aus dem Halter nehmen konnte. Schade, aber leider gehört das mit dazu…

Und wir bekamen eine zweite Chance. Wieder schoss ein Brettchen nach hinten und diesmal saß der Fisch. Rene drillte den 90er Fisch ruhig aus und Jens gab sich beim Keschern keine Blöße. Das erste Teilziel des Tages war erreicht: Fisch im Boot.

Zwischenzeitlich hatten wir den zweiten Downrigger wieder zum Laufen bekommen. Also zwei Brettchen raus und runter in die Tiefe mit den Ködern. Und siehe da, eine Rutenspitze der Downriggerruten schnellte nach hinten und die Bremse schrie auf. Jens drillte den Fisch zügig aus und auch Rene konnte seine Kescherkünste zeigen.

Dann wurde es ruhig. Aber es wurde nicht langweilig. Alle 30 Minuten mussten wir die Ruten kontrollieren, weil eine Menge Kraut unterwegs war. Ziemlich nervig…

Gegen frühen Nachmittag federte wieder eine Downriggerrute nach hinten. Norbert war dran und hatte sich den richtigen Augenblick ausgesucht. Sein erster Lachs war gleich eine Maschine und nahm bei der ersten Flucht gute 100 m Schnur von der Rolle. Aber damit noch nicht genug, der Fisch war nicht alleine unterwegs. Plötzlich ratterte die nächste Bremse los und schon hatten wir einen Doppeldrill. Norbert und Rene kämpften mit den Fischen, Jens hingegen um Ordnung im Boot. Der zweite Lachs hatte nämlich die anderen Brettchen auf der Seite eingesammelt. Während die beiden Fische die Spulen merklich leerten, hatte Jens alle anderen Ruten geräumt und die Fahrt des Bootes verlangsamt. Das gab Norbert und Rene die Möglichkeit, schneller Schnur auf die Rollen zu bekommen.

Norbert war schon ganz schön am Schwitzen. Aber trotz seines ersten Lachsdrills klappte alles super. Der Fisch nahm zwar noch einige Male ordentlich Schnur, aber dann war er im Netz. Der erste Jubelschrei wurde nur von dem dezenten Hinweis von Rene unterbrochen, dass er da auch noch was am Band habe. Und der Fisch war auch alles andere als klein.

Nachdem die Schnur von den Schnüren der anderen Brettchenruten befreit war, konnten wir den Fisch auch zügig keschern. Und was sollen wir sagen, manchmal muss man einfach Glück haben. Die beiden Hübschen brachten 14 kg und 12 kg auf die Waage. Wahnsinnsfische und ein großartiger Tag.

Wenig später traten wir dann auch den Heimweg an. Den Tag zu toppen wäre ohnehin nicht möglich gewesen. Also lieber in Ruhe einpacken und ab nach Hause.

An dieser Stelle sei noch mal angemerkt, dass Trolling auch Teamsache ist. Stefan und Phil waren auch mit ihren Booten unterwegs und Phil hatte auch den Tag zuvor schon gefischt. Die Tipps am Morgen über Fangplätze, Tiefen und Köderfarben und das Austauschen über den Tag ist einfach Gold wert und steigert die Fangaussichten beträchtlich.

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Kommentar von W.schumam |

Hallo Ihr 3,
da habt ihr ja einen Top Tag gehabt. Da währe ich gerne mit an Board gewesen. Zur Belohnung hättest du dir ja auch noch so eine Granate ins Boot holen sollen.
Gruß. Wolfgang

Antwort von Jens Harke

Hey Wolfgang,

ich (Mirco) bin mal so frei und antworte für Jens, da er unterwegs ist. Du kennst das doch erst kommen die Gäste und dann der Captain :-)

Wir hoffen ja darauf, dass die Carnivore noch ein paar Mal auf Lachs raus kommt. Schauen wir mal was die Lachssaison noch so bringt.

Wie läuft es bei euch?

Gruß Mirco im Namen von Jens