Zanderangeln vertikal – Hamburg

von

Zwei Tage Zanderangeln: Zwei Angeltage mit einigen DICKEN Überraschungen!

Ort / Gewässer: Hamburg, Elbe
Zielfisch: Zander

Tag 1

An diesem Wochenende ging es für Jens, Mirco und zwei nicht ganz regelmäßige Mitfahrer wieder zum Vertikalangeln auf Zander. Das Wochenende sollte einige Überraschungen mit sich bringen, aber dazu später mehr.

Am Samstag trafen sich Jens, Mirco und Stefan um 6.45 Uhr am Hafen. Da das Boot bereits im Wasser lag, musste nur schnell das Tackle verstaut werden und schon ging es den Fischen entgegen. Alle waren heiß, weil wir bei den letzten Touren schon einige Kirschen pflücken durften!

Am ersten Spot angekommen, wurden schnell die Köder montiert und Richtung Grund befördert. Erst einmal setzten wir allesamt auf Gummiköder. Da dieser Platz auch recht barschverdächtig aussah, fischte Jens erst mal die kleine Ausführung des Hamburger Stints. Goldrichtige Entscheidung, allerdings war der Barsch noch eher halbstark! Vorher gab es aber auf den kleinen Köder schon den ersten Zander des Tages. Jens' Bauchgefühl sorgte an diesem Wochenende noch für einige Überraschungen, aber dazu später mehr. Stefan konnte kurz darauf noch einen Hecht aus der ersten Vorschulklasse verhaften, dann ging es weiter.

Jens und Stefan konnten auch am nächsten Platz schnell die ersten Fische verhaften. Jens hatte auf einen großen Hamburger Stint in grün mit rotem Schwanz gewechselt. Auch den mochten die Stachelritter heute, aber auch Stefan´s Tiddler Fast von Fox Rage fand Abnehmer. Mirco hatte aber irgendwie heute Sch… an den Fingern. Nicht ein Fisch wollte hängen bleiben – naja, nicht ganz richtig. Einen Brassen drillte er sehr gekonnt aus!

Dann bekam Jens einen richtigen Einschlag. Trotz zu leicht eingestellter Bremse konnte Stefan einen klasse Fisch von Anfang 80 cm keschern. Und Jens wird sicherlich das nächste Mal die Bremse vorher ganz gründlich kontrollieren.

Und der Tag war noch nicht vorbei. Die Durchschnittsgröße der Fische war einfach klasse. Stefan und Jens konnten schöne Fische in den 60ern landen. Mirco war immerhin stets bemüht!

Dann war Jens Rute wieder richtig krumm. Auch wenn der Fisch die 80 cm diesmal nicht schaffte, Mitte 70 cm ist ja nun auch alles andere als klein!

Zwischendurch legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp an einem weiteren Spot ein. Kurz noch diesen Platz abfischen und dann sollte es weitergehen. Pustekuchen, vom Steg kam von der Fischereiaufsicht die Aufforderung, wir mögen doch bitte kurz anlegen. Die erste Aussage war jedoch unerwartet und lautete nicht „Ihre Papiere bitte“ – sondern „und wie sieht es aus, schon was gefangen?“ wir erwiderten „Jab, können uns alles andere als beklagen“ – noch kurz ein Spruch an die Kollegen „wenn Ihr Fische sehen wollt, kommt mal her“. So freundlich dürfen Kontrollen immer ablaufen! Und unsere Papiere waren natürlich auch in Ordnung.

Wir konnten noch ein paar Fische landen, dann machten wir Feierabend. Für Mirco und Jens hieß es ja am nächsten Tag wieder früh aufstehen.

Tag 2

Am Sonntag holten Jens und Mirco noch schnell Eugen am Bahnhof ab. Von dort ging es dann direkt Richtung Boot. Für Eugen war es an diesem Tag der erste Ausflug auf Zander, doch im Laufe des Tages sorgte er für einen grandiosen und schwer zu toppenden Einstieg in die Zanderangelei.

Schnell die nötige Ausstattung ins Boot und schon ging es los. Am Spot angekommen setzten wir wie gestern erst einmal auf Gummifische. Zum Einsatz kamen die bewährten Köder Vögler’s Hamburger Stint von Angelshop Vögler, der Tiddler Fast in Salt & Pepper von Fox Rage und ein paar andere. Es dauerte keine fünf Minuten, da bekam Mirco den ersten Zander ans Band. Und hatte damit schon mehr gefangen, als gestern den ganzen Tag über. Auch Eugen und Jens legten schnell noch einen nach, so kann ein Angeltag gerne beginnen.

Jens montierte derweil auf einen Stint am Fireball um. Es dauerte auch nicht lang und die Rute war krumm. Kurzer und knackiger Drill und der stattliche Zander wanderte in den Kescher. Schnell mal eben das Maßband angehalten, knackige 83 cm. Toller Fisch. So konnte es gerne weitergehen.

Kurzerhand wurde auch bei Eugen ein Stint am Fireball montiert. Als Anfänger ist es nämlich alles andere als einfach, vorsichtige Bisse auf Gummi zu verwandeln. Naturköder sind da dankbarer, weil die nicht so schnell von den Stachelrittern wieder ausgespuckt werden. Noch eine kurze Erklärung und schon legte er los. Wenige Minuten später neigte sich auch bei Eugen die Rute Richtung Wasseroberfläche. Souverän wurde der Fisch ausgedrillt und Eugen strahlte über das ganze Gesicht: Das Maßband zeigte 80 cm – was für ein Einstieg! So schnell fixt man eine Person für das Zanderangeln in der Elbe an.

Mittlerweile setzten wir alle drei auf den Stint am Fireball und mussten feststellen, dass diese Angelmethode an diesem Wochenende auch die größten Fische brachte. Eugen´s Rute war auch kurz darauf wieder krumm. Und zwar deutlich krummer als zuvor bei seinem 80er. Leider stieg der Fisch aus, der hatte wohl auf jeden Fall Ende 80 cm. Ärgerlich, aber beschweren auf ganz hohem Niveau.

Jens und Eugen konnten noch ein paar schöne Fische auf den Stint fangen, doch auch an diesem Tag schaute Mirco ein wenig in die Röhre. Schnell noch einmal die Köder erneuern und noch ein oder zwei Driften mitnehmen, bevor es dann so langsam in Richtung Heimathafen gehen sollte. Doch Eugen hatte wohl noch nicht genug. Neue Drift neues Glück und schon war Eugens Rute wieder krumm.  Schnell zauberte er noch einen 75er Zander ins Boot. Damit sollte auf jeden Fall sein Anfängerglück auf Lebenszeit ausgereizt sein.

Auch an diesem Tag lag die Durchschnittsgröße deutlich Ü60 cm. Und so wollten wir den Tag dann rechtzeitig beenden. Aber zu früh gefreut! E-Motor hoch und Richtung Hafen, so lautete eigentlich der Plan. Doch der Motor meldete nur ein dezentes "Klick-Klick" – nicht mehr genug Saft.

Glücklicherweise halfen uns Wolfgang und Roman von der Raubfisch Crew Nord aus der Patsche und gaben uns Starthilfe. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön und wir werden dies sicherlich mit einem Kaltgetränk wieder gut machen. Nach diesem kurzen Schock ging es dann auch Richtung Hafen und ein erfolgreiches Wochenende war leider schon wieder zu ende.

Tight lines!

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Sicherheit